Sonntag, 31. Juli 2011

Ebbe für Analogsoul auf dem Nachtdigital 14!

Liebe Freunde, es ist wahr geworden. Ich darf für mein Lieblingslabel Analogsoul aufs Nachtdigital 14 fahren und exklusiv für euch drei Tage von dort berichten. Natürlich steht da an erster Stelle das Konzert von Lilabungalow, dann aber natürlich noch der "Rest" des fabulösen Lineups. Da wären natürlich Agoria und Amé, die mich interessieren, Shackleton, Efdemin und Isolee, nicht zu vergessen...und dann natürlich Gold Panda!!!!! Bis jetzt ist auch noch fett Sonne angesagt und ich freu mich darauf, wieder den ganzen Tag mit meinen besten Freunden am See im Bungalowdorf bei Olganitz zu chillen. Bilder vom letzten ND hier.






Pollyester im Bethanien Berlin: "Earthly Powers"

Am Donnerstag Abend trieb es die Crew zuerst nach Mitte, um im Popupstore von Meltin Pot ein bisschen mit DJ REW abzuhängen. Doch schon bald hatten wir Hunger und die undefinierbaren Häppchen reichten nicht mehr aus. Wir stürmten hungrig ins heimische Kreuzberg, um bei Maroush zu Zehnt an einer dieser Mini-Bier-Bänke für maximal vier beim besten Falafel Berlins über zukünftige Firmennamen zu brainstormen. Nach eineinhalb Stunden Namedropping ging es dann noch ins gleich um die Ecke liegende, Bethanien, um im dortigen Südflügel der Münchener Band Pollyester unser Gehör zu schenken. Ich wusste diesmal nicht wirklich, was mich erwartet, hatte mir die Musik kurz auf der sterbenden Musikplattform Myspace angehört und gedacht, dass das live einiges Potential haben könnte und genauso kam das dann auch. 
POLLYester sind ein 2007 gegründetes Disco-Wave-Funk-Duo aus München, wie es bei Lastfm heißt.  Die Sängerin PollyEster alias Polly Lapkovskaja, die sich bei den Auftritten mit vierköpfiger Band dem Gesang und der Bassgitarre bedient, ist Theatermusikerin bei den Münchner Kammerspielen, Mitglied bei diversen anderen Bands und Veranstalterin diverser Clubevents (Zombocombo) im immer weider so langweilig erlebten München. Schlagzeuger Yossarian (auch Gesang), alias Manuel da Coll, hat Musik studiert und trommelt gegenwärtig sehr erfolgreich bei LaBrassBanda. Gemeinsam spielen sie eine von Funk und Post-Punk Bands beeinflusste, beat- und basslastige, von Synthesizern stark mitgeprägte treibende Musik. Der Gesang von Polly unterwirft sich dabei oft Genren aus anderen Jahrzehnten, um sie im nächten Moment interessant wieder aufzubrechen. Ihr gleichnamiges Debütalbum veröffentlichten sie 2008 auf dem japanischen Label Starboze. Jetzt gibt es mit "Earthly Powers" auf Permanent Vacation ordentlich "intelligent disco" auf die Ohren, wie das die anderen immer so schön beschreiben. Mich erinnerte das irgendwie an eine Mischung aus den neofunkigen Tracks von Munk, nordisch popig wie The New Wine, stellenweise klingt ihre Stimme auch divapopig, wie die von Ladyhawke (bei "Voices") oder diverse Indiepopgeschichten, nur eben irgendwie intelligenter, überraschender, beatlastiger und deshalb auch unbedingt tanzbar. "Round Clocks" holt bei mir irgendwie so ein 70er Feeling raus, während "Pikant" durch seine angenehme punkige Schrägheit einen irgendwie straight in die 80er transportiert. Wie gesagt, immer tanzbar ab der ersten Minute, ist "Indian" wohl im Aufbau für mich einer der überraschendsten Songs gewesen. Das Album und die Liveauftritte der Band kann ich daher mit gutem Gewissen sehr weiterempfehlen. Ich bin FAN!
Und ich fand das ganz spannend, was meine Billo-Kamera aus der Lichtsituation gemacht hat.

Freitag, 29. Juli 2011

Fremdgehen mit K.I.Z!


Nachdem ich mit Sara auf dem K.I.Z. Konzert nur für Frauen war, komm ich an den Typen nicht mehr vorbei. Das neue Video ist mal wieder sehr witzig und inhaltlich treffend formuliert. :D
Draufgestoßen bin ich über Flausenkopf!

Verliebt in FRED - Sexy Tabak für praktisch veranlagte Ästheten.

Mein neuer Tabak heisst Fred und macht mich glücklich. Er hat einen Zip, Gott, ja, er hat einen Zip. Warum da nicht eher mal einer drauf gekommen ist, die Lösung gegen trockenen Krümmeltabak ist doch so einfach. Jedenfalls ist Fred nicht nur praktisch veranlagt, sondern sieht auch noch verdammt gut aus. Er ist sexy. Er ist immer schick angezogen. Vielleicht ist er auch ein bisschen schwul, weil er pink ganz besonders mag, aber dafür lieben ihn die Mädchen nur noch mehr. Manchmal denke ich auch das ist nur seine Masche, um uns alle rumzukriegen.
Smoke less, smoke Fred. 
Wer mehr über die Firmenphilosophie und Produktkommunikation vom zusatzfreien FRED wissen will, kann das auf der Homepage in Erfahrung bringen.


Killekill Summercamp mit Boytalk in der Berghain Kantine

Es war seit langem mal wieder eine der wenigen lauen Nächte dieses verkorksten Sommers und die Killekill Veranstalter luden zum Tanz in die gemütliche Berghainkantine ein. In fast 5 Jahren Berlin, war es das erste Mal, dass ich dort war, auch um im herrlichen idyllischen Biergarten bei einer Club Mate zu chillen. Gewohnt guter Sound, angenehmes Publikum und eine der liebsten Gritmädchen, die es gibt. Das nenne ich mal eine gelungene After Work Party. Und: BOYTALK, ein housiger Liveact, den man euch bei dem Wetter nur wärmstens ans Herz legen kann.

  Throat by cheslo (boytalk, ortloff)


Mittwoch, 27. Juli 2011

Terrence Malick "The Tree of Life"


Gestern war ich nach der Arbeit noch im Passagen Kino in Neukölln um mir endlich den viel diskutierten Film "The Tree of Life" anzusehen. Man hatte mich bereits vorgewarnt, dass der in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnete Film gar nicht so der "Kracher" sein soll. Dennoch nahm ich mir vor relativ unvoreingenommen zu sein. Am Ende kam ich in meiner persönlichen Werteskala bei Plus Minus Null raus.
Der Film überzeugt gerade am Anfang durch eine wahnsinnig tolle Kameraführung, die um die Menschen herumschwenkt, nicht statisch ist, ganz nah herangeht, sodass die daraus resultierende Initimität fast beängstigend ist. Die Darstellung der Familiengeschichte wirkt authentisch, man hat geradezu das Gefühl, man kann in den Kopf des kleinen heranwachsenden Jungen sehen. Sehen, was er fühlt. Ich kann mich nicht erinnern, wann das ein Film in der Vergangenheit so eindrucksvoll geschafft hat. Ebenfalls beeindruckend sind die Natur dokumentierenden fragmentarisch aneinandergereihten Episoden, die die Schöpfungsgeschichte und Evolution bildgewaltig, teilweise in völlig abstrakten Bildern nacherzählen und von existentiell gestellten Fragen begleitet werden.
Dennoch Jessica Chastain, von deren Präsenz ich anfangs stark fasziniert war, konnte mich in ihrer Rolle als Mutter nicht überzeugen. Vielleicht liegt das daran, dass sie einfach noch keine ist und ich eher das Gefühl hatte sie sei die große Schwester ihrer drei Filmkinder. Zu Prad Pitt und Sean Penn kann ich irgendwie gar nichts sagen, sie wären meiner Meinung nach vollends austauschbar mit anderen Charakterdarstelelrn gewesen. Weiterhin störte mich irgendwie die einschränkende Perspektive auf das Heranwachsen eines Jungen, ich bin mir sicher, dass alle Männer das ganz gut nachvollziehen konnten, aber teilweise war mir das ständige, wenn auch glaubhaft dargestellte Geraufe der Jungs einfach too much. Ein Mädchen fühlt eben doch anders. Und dann noch diese Jurassic Park Sequenz und das Sonnenblumenfeld, wie die überpathetische mit Klassik getränkte Schlussszene. Manchmal habe ich mich sogar ein bisschen geschämt bei soviel Gefühlsduselei und Glaubensbekundungen. Nungut. Am Ende ein durchaus sehenswerter Film, der sich auf jeden Fall traut anders zu sein. In meine Hitliste geht er allerdings nicht ein.

Postkarten fürs Herz

In der Regel habe ich krasse Angst meinen Briefkasten zu öffnen, ich bin da fast ein bisschen paranoid, drehe den Briefkastenschlüssel jeden Morgen nur mit geschlossenen Augen um, sehe dann dein Tag in meinem Briefkasten, freu mich kurz, um dann die alltäglichen Hiobsbotschaften in Empfang zu nehmen. Doch manchmal strahle ich auch aus vollstem Herzen und gehe mit dem fettesten Grinsen in den Tag. Es war mal wieder eine Postkarte.
Postkarten sind so krass gut, dass mir gar nicht mehr dazu einfallt. Einfach gut, dass jemand der gerade unterwegs und nicht im Alltag gefangen ist an dich denkt, dich kurz rauszieht, um dann mit ganz viel Liebe die übliche Phrasen über Wetter, Essen und das Meer zu dreschen. Ich liebe es. Genau deshalb habe ich mittlerweile eine monströse Sammlung an Postkarten, von denen ich mich einfach nicht trennen kann. Was macht ihr mit euren Postkarten? Wegschmeißen, Sammeln?

Dienstag, 26. Juli 2011

I'm late! Ebboweek


[Gesehen] Women under the influence. MEGA!
[Gehört] Chinawoman und BOILER ROOM hoch und runter.
[Gelesen]  Warum auch sachlich bleiben? aus der Zeit zum Attentat in Schweden.
[Getan] Zum ersten Mal in meinem Leben Duftkerzen bei IKEA gekauft. Den neuen Kater Holzig gestreichelt..
[Gegessen] Selbstgemachten Obstsalat mit Mango, Quark und Zimt. 1 Euro Pommes vom Bürgeramt. Phänomenales Frühstück bei Factory Girl.
[Getrunken] Viel Tee bei den Wetterverhältnissen. Rotwein, und lauwarmen Weißen.
[Gefreut] Über die vielen Katzenposts auf meine Facebookpinnwand und die nicht endenwollende Erwähnung meines Blogs drüben bei Marcels Lost in Blogs. Man muss da auch mal DANKE sagen. <3
[Geärgert] Über das verschissene NICHT-Sommerwetter.
[Geplant]  Eine Home-Vernissage und Abschiedsparty im Ebbinghaus. Details folgen!
[Gekauft] Ein ergonomisches Sitzkissen als Alternative zum Gymnastiksitzball und mein ONEWAYTICKET nach London.
[Geklickt] meine liebste Antje 
[Gedacht] Dass es Dinge gibt, die man nicht denken kann.
 
Wochenrückblick legal von Julia geklaut.

Björk "Crystaline" directed by Michel Gondry

 Ich glaube von mir selbst behaupten zu können, dass ich ein sehr sehr großer Björk Fan bin. Das Posten dieses Videos ist daher obligatorisch.

Montag, 25. Juli 2011

Timeless Uhren Berlin

Jetzt, da der Kater Holzig endlich seine Türen geöffnet hat, wissen wir vielleicht bald wieder, wie es sich anfühlt hier mitten in der Stadt in elysischen Spreegefilden die Zeit zu vergessen. Jene spielt hier in Berlins Clubkultur nämlich oftmals keine Rolle mehr, auch Wochentage verlieren ihre Bedeutung, wenn nur noch das Line-up ein wages Zeitgefühl vorgibt und der bei allen verhasste Montag plötzlich zum schönsten Tag der Woche wird.
Der Partyhecht William Laubert verpackte genau dieses typische Berliner Gefühl in ein naheliegendes Produkt. Er wählte dafür den vom Aussterben bedrohten allseits bekannten Chronografen, die Armbanduhr und beraubte sie ganz pragmatisch ihrer Funktionalität. Die einfachsten Ideen sind oftmals die besten und so werden bei TIMELESS kurzerhand die Zifferblätter gegen Clublabels getauscht oder andere diverse Partymotive ersetzen altbekannte Zahlen und Zeiger. 
Wer eine kaufen möchte, wendet sich über Facebook an den Hersteller! Wie ich erfahren habe, kann man die Einzelstücke manchmal auch im Kater erwerben.
SUPPORT!

R.I.P. Amy Winehouse - Porträts von Hedi Slimane

Wenn wir ehrlich sind, hat uns die Nachricht vom Tod von Amy Winehouse wenig überrascht und doch schockiert. Ich habe, seit dem ich es gehört habe, überlegt, wie ich das hier festhalten kann, denn auch ich war Fan der zuletzt tragisch leidenden Amy, hab all ihre Lieder von Back to Black auswendig tagelang vor mir hergesungen. Hedi Slimane hat jetzt großartige Porträts von Amy Winehouse auf seiner Webseite veröffentlicht, die ihr alle unbedingt ansehen müsst. Darauf gestoßen bin ich über Electru. Danke für diesen großartigen Hinweis.




Chinawoman @ Down To The River Festival @ Kater Holzig


Am Samstag verschlug es mich zum ersten Mal in den Kater Holzig, die Nachfolgelocation der Bar 25 zum alljährlichen Down to The River Festival. Dort spielte unter anderem die Band Chinawoman, dessen attraktive Sängerin Michelle eine Russin ist, die in Kanada aufgewachsen ist und nun in Berlin lebt. 
Schon nach dem ersten Track, war ich sofort drin in dieser durch Baritongitarre dominierten, melancholischen Mischung aus Synthy-Folk, Pop, Bossa und russischem Polka-Sound, der klingt, wie als wäre er direkt aus den Achtzigern ins Heute gebeamt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Quentin Tarantino Chinawoman für ihren außergewöhnlichen und bisher einzigartigen Sound lieben würde.
Aufgewachsen in Toronto war Chinawomans Mama eine ehemalige Ballet-Tänzerin des weltberühmten Kirow-Ballets in Sankt Petersburg, woraus der zum Abgehen animierende Track "Russian Ballerina" entstand. Russische Motive finden sich immer wieder in Chinawomans Texten und Sounds, was sicherlich der Grund dafür ist, dass sie dort eine immense Fangemeinde besitzt. Weitere Inspiration findet die Band laut Facebook in Fellini, Vincent Gallo, PJ Harvey und Peaches um nur ein paar Einflüsse zu nennen. Mit dem Schlagzeuger Robin Thomson und Bariton Gitarristen Diego Ferri ist Chinawoman jetzt auf Tour, bald nochmal in Berlin und Dresden zu sehen, ehe sie mal wieder den Ostblock bereist. Lasst euch das nicht entgehen, denn erst bei Liveauftritten mit der Präsenz von Sängerin Michelle entfalten diese Track ihr eigentliches Potenzial. Ich versprechs euch!

3-Sep-11 GER Berlin - Heimathafen Neukoelln
09-Oct-11 GER Munich – Feierwerk 
10-Oct-11 GER Dresden – Thalia Kino

Meine Favoriten sind die Songs Keep in Mind, Party Girl and Russian Ballerina.
Vor 14 Jahren hat Chinawoman ihre eigene Familienfeier gefilmt. Dort tanzt ihre Großmutter und deren einsame Freundinnen. Großartiges Video!
 

Samstag, 23. Juli 2011

Rainer Werner Fassbinder - Liebe ist kälter als der Tod (1969)


Fassbinders viel zu unförmige Figur in viel zu enger Stoffschlaghose hinderte mich stellenweise daran, den Film objektiv zu bewerten. Trotzdem interessant, vor allem aus filmanalytischen Gesichtspunkten. Mir kam es so vor wie eine Zusammenwürfelung von Truffaut's  "Jules et Jim" und "Außer Atem" von Godard.

„Der Regisseur hatte sich vorgenommen, einen melancholischen Film zu machen; ein anderes Mal würde er wahrscheinlich einen lustigen Film machen wollen. Das war es: die Melancholie war gewollt. Und auch die Mittel, Melancholie zu bebildern, waren untauglich: sowohl das Zitieren von Figuren aus anderen Filmen (Lommel Alain Delon aus dem stark überschätzten „Eiskalten Engel") als auch das Arrangement der Bilder in sich und zueinander: Figuren, die langsam, mit dem Profil zum Zuschauer, ins Bild kommen, eine kahle Wand entlang durchs Bild gehen und wieder aus dem Bild verschwinden, starre Blicke in die Kamera vor den gleichen kahlen Wänden, manierierte Geometrie der Personen — das gibt dem Film einen falschen Niemandsland-Charakter; die Kahlheit der Wände, die Trägheit und Traumwandlerei der Figuren, die von der Kamera beeinflußt schienen, glichen den Arrangements in existenzialistischen Science-Fiction-Filmen.“




John Cassavetes - Woman under the influence - Eine Frau unter Einfluss


Sprachlos verfolgte ich gestern Abend jede einzelne Szene, in der sich von jetzt auf gleich alles ändern kann, Normalität wird zu Wahnsinn und Wahnsinn wieder zu Normalität. In diesem Film ist am Ende nie ganz klar, wer von den Hauptpersonen jetzt eigentlich verrückt oder abnormal ist. Ähnlich, wie bei "Dancer in the Dark" oder "Breakin the waves" von Lars von Trier sind es die Naiven, die Wehrlosen, die geistig Behinderten oder auch die Kinder, denen Ungerechtigkeit widerfährt und die einen so stark mitfühlen lassen. Im Gegensatz zu Lars von Trier, dessen Filme, bis auf die Ausnahme "Idioten", immer fiktiv und damit eben Film bleiben, schafft es Cassavetes so extrem authentisch zu erzählen, wie ich es selten gesehen habe, vielleicht noch nie. Cassavetes lässt einen jede einzelne Situation erleiden, er lässt nichts aus, er erspart dem Zuschauer nichts. Er zeigt jede überflüssige Kleinigkeit, die doch entscheidend ist, wenn es am Ende, wie im wirklichen Leben, um eine Bewertung der ganzen Situation geht. Dieser Film bewegt sich ständig an ethischen Grenzen, stellt ständig in Frage nach dem Richtig oder Falsch, was wir für normal befinden und was plötzlich unangenehm darüber hinaus geht, zeigt warum es anscheinend nicht geht, das Erwachsene gedankenverloren in aller Öffentlichkeit den Schwanensee tanzen und lässt uns am Ende mit der Beantwortung dieser Frage völlig allein. 


Nebenbei, ein wahnsinnig guter Peter Falk, eine noch bessere Gena Rowlands. Danke Martin und Christian für den Filmtipp!

Google ehrt Alexander Calder zum 113. Geburtstag

Gestern gratulierte Google Alexander Calder zum 113. Geburtstag. Von Calder kennen die meisten Menschen dessen Mobiles, die es heute als Massenproduktion zum Schnäppchenpreis bei Ikea zu kaufen gibt, doch der Amerikaner, der Vorreiter der kinetischen Plastik war, ist noch vielmehr. Neben den bekannten "Mobiles" gab es auch noch die "Stabiles", von denen eines direkt hier in Berlin im Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie steht. Ein von seinen Ausmaßen beachtliches Stabile hatte ich letztes Jahr auch im Garten der Fondation Basel entdeckt. Legendär in der Kunstgeschichte ist Calders Miniaturzirkus, dieser hatte unter anderem auch Wols zu seinem Zirkusprojekt inspiriert. 
 Er soll ein sehr humorvoller Typ gewesen sein, dieser Calder und die Google Aktion hätter er sicher cool gefunden. Am besten Gefallen mir die kleinen Drahtplastiken und die Zeichnungen, die ihnen vorangingen.

Zeichnung
Calders Zirkus.
Kombination aus Stabile und Mobile im Garten der Fondation Beyeler in Basel.
Stabile-Plastik vor der Neuen Nationalgalerie.
Calder, vor dem von ihm bemalten Art-Concept-Car für BMW. Im Hintergrund weitere Großplastiken.
Drahtplastik.