"(...) Der Teil löscht sich zugunsten des Ganzen, in jedem Teil verkörpert sich das Ganze und schließt sich das Sein, weder bewegt noch unbewegt, eine von Anfang an errichtete Ewigkeit, eine Kraft die sich verausgabt, um Trägheit zu erschaffen und zu erhalten, eine Trägheit durch die der Alptraum des Handelns spukt."
Sartre in Porträts und Perspektiven.
"Man erobert die Welt stets durch Ungeschäftigkeit... Langt man nach ihr voll Geschäftigkeit, so reicht das nicht, die Welt zu erobern."
Lao Tse
Montag, 29. Juni 2009
Nachtrag Michael Jackson
Ich empfehle die Doku auf Arte. sowie das Radio im Internet http://michaeljackson.radio.de/
"Er war Pathosformel und er war das Symbol unserer Zeit. Posthumanismus in persona und dabei hat er "human nature" geschrieben, das Miles Davis später gecovert hat. Er war die lebende Performance vom Ende des Menschen."
Toni Hildebrandt
"Er war Pathosformel und er war das Symbol unserer Zeit. Posthumanismus in persona und dabei hat er "human nature" geschrieben, das Miles Davis später gecovert hat. Er war die lebende Performance vom Ende des Menschen."
Toni Hildebrandt
Zitat zum Wochenanfang
Picasso sagt: "Die vollkommenste Abstraktion ist vielleicht die höchste Realität"
Brassai, Gespräche mit Picasso, Reinbek 1985. S. 175.
Ebbé sagt:
In abstrakten Gemälden lassen sich die Gegensätze unsere Welt eindeutiger nachvollziehen. Die durch aporetische (Form)Neuschöpfung gekennzeichneten Bilder, zeigen auf abstrakte Weise, das Paradoxon des Sein und des Nichts, der Existenz Ansich und Fürsich zugleich. Weil in der Abstraktion die Gegensätzlichkeit oder Polarität oftmals leichter erkennbar erscheint, wird somit Picasso Satz bestätigt und eine Annäherung an die "Realität", den Zustand der paradoxen Erkenntnis des Nichtwissens ermöglicht. Word!
@Toni: Wie lautete das Zitat über Naivität und von wem war das?
Brassai, Gespräche mit Picasso, Reinbek 1985. S. 175.
Ebbé sagt:
In abstrakten Gemälden lassen sich die Gegensätze unsere Welt eindeutiger nachvollziehen. Die durch aporetische (Form)Neuschöpfung gekennzeichneten Bilder, zeigen auf abstrakte Weise, das Paradoxon des Sein und des Nichts, der Existenz Ansich und Fürsich zugleich. Weil in der Abstraktion die Gegensätzlichkeit oder Polarität oftmals leichter erkennbar erscheint, wird somit Picasso Satz bestätigt und eine Annäherung an die "Realität", den Zustand der paradoxen Erkenntnis des Nichtwissens ermöglicht. Word!
@Toni: Wie lautete das Zitat über Naivität und von wem war das?
Selbstversuch: Eine rauchfreie Woche.
Als ich gestern beschloss eine Woche nicht zu rauchen, dachte ich noch, das funktioniert auf jeden Fall. Eine Woche, was ist das schon?
Mir gehts nicht darum, dass es ungesund ist oder krebserregend ist. Ich will mir selbst einfach mal beweisen, dass ich das schaffe. Eine Woche dranbleiben, eben konsequent sein. Ich bin gespannt.
Eine Schachtel Zigaretten liegt hier neben mir, noch fasse ich sie nicht an.
Tag 1: Ich möchte schon wieder rauchen. Genau jetzt. Ich lasse es sein und schreibe diesen Post.
Es fühlt sich bereits richtig grenzwertig an. Ich überlege die Sache abzublasen.
Tag 2: JA, ich habe die Sache abgeblasen. Nichtrauchen fetzt nicht, und sich die ganze Zeit etwas verbieten, was man gerne macht noch weniger. Ich fühlte mich extrem in meiner persönlichen Freiheit eingeschränkt und deshalb nehme ich sie mir jetzt wieder, Raucher und Nichtraucher zugleich zu sein. :-)
Mir gehts nicht darum, dass es ungesund ist oder krebserregend ist. Ich will mir selbst einfach mal beweisen, dass ich das schaffe. Eine Woche dranbleiben, eben konsequent sein. Ich bin gespannt.
Eine Schachtel Zigaretten liegt hier neben mir, noch fasse ich sie nicht an.
Tag 1: Ich möchte schon wieder rauchen. Genau jetzt. Ich lasse es sein und schreibe diesen Post.
Es fühlt sich bereits richtig grenzwertig an. Ich überlege die Sache abzublasen.
Tag 2: JA, ich habe die Sache abgeblasen. Nichtrauchen fetzt nicht, und sich die ganze Zeit etwas verbieten, was man gerne macht noch weniger. Ich fühlte mich extrem in meiner persönlichen Freiheit eingeschränkt und deshalb nehme ich sie mir jetzt wieder, Raucher und Nichtraucher zugleich zu sein. :-)
eingetütet
About
FUSION, baby!
Oh ja, die Fusion. War das unerwartet schön.
Am Samstag um kurz nach sechs nach der Arbeit mit drei MFGJungs in Richtung Neustrelitz abgedüst. Eigentlich ohne Kräfte. Um kurz nach neun fand ich mich auf dem riesigen Gelände wieder. Völlig planlos. Solange es hell war, versuchte ich mich zu orientieren. Endlosviele bunte Menschen, endlos viele Stages, endlos viele Fressstände, endlos viele Flaschen auf dem Boden. Jeder weiß, zur Fusion kann man all seine Getränke selbst mitbringen. Very praktisch.
Nun zum ersten Mal am Bachstelzen-Floor angekommen, wollte ich mir 'n Bier an der Bar holen und wer steht prompt neben mir, ein guter Bekannter, den ich schon fast drei Jahre nicht gesehen hatte und mit dem ich dann den Rest des Abends verbringen sollte. Es sollte nicht der letzte sein, den ich treffe. Leider konnte ich die Menschen, die man eigentlich seine Freunde nennt, nicht erreichen - das Handynetz war komplett überlastet. Und so ließ ich mich treiben, in den Abend, in die Nacht und den Morgen.
Am Morgen traf ich dann meine seit Jahren Tanzbegleitung aus der Heimat, die mir 5 Stunden Zeltruhe gewährte, um dann ausgeschlafen auf der Seebühne zu den Bässen der Wighnomy Brothers abzugehen. Und wie sollte es anders sein, die Sonne kam raus! Sonnenbrand inklusive.
Irgendjemand hatte mir mal gesagt, die Fusion wird alles verändern und es ist wirklich so. Warum ich genau dorthin nicht schon viel früher gefahren bin, ist mir ein Rätsel. Auf der Fusion geht es im wahrsten Sinne des Wortes ums gemeinsam Feiern. Das ganze Gefixe der Musikindustrie spielt hier keine Rolle, wie zum Beispiel auf dem immer schlechter werdenden Melt!. Im Zentrum stehen hier die 70.000 Festivalbesucher, die feiernde Masse, die Fusion von Menschen jeden Alters, und die Musik, die uns alle verbindet.
Ich will zurück!
Am Samstag um kurz nach sechs nach der Arbeit mit drei MFGJungs in Richtung Neustrelitz abgedüst. Eigentlich ohne Kräfte. Um kurz nach neun fand ich mich auf dem riesigen Gelände wieder. Völlig planlos. Solange es hell war, versuchte ich mich zu orientieren. Endlosviele bunte Menschen, endlos viele Stages, endlos viele Fressstände, endlos viele Flaschen auf dem Boden. Jeder weiß, zur Fusion kann man all seine Getränke selbst mitbringen. Very praktisch.
Nun zum ersten Mal am Bachstelzen-Floor angekommen, wollte ich mir 'n Bier an der Bar holen und wer steht prompt neben mir, ein guter Bekannter, den ich schon fast drei Jahre nicht gesehen hatte und mit dem ich dann den Rest des Abends verbringen sollte. Es sollte nicht der letzte sein, den ich treffe. Leider konnte ich die Menschen, die man eigentlich seine Freunde nennt, nicht erreichen - das Handynetz war komplett überlastet. Und so ließ ich mich treiben, in den Abend, in die Nacht und den Morgen.
Am Morgen traf ich dann meine seit Jahren Tanzbegleitung aus der Heimat, die mir 5 Stunden Zeltruhe gewährte, um dann ausgeschlafen auf der Seebühne zu den Bässen der Wighnomy Brothers abzugehen. Und wie sollte es anders sein, die Sonne kam raus! Sonnenbrand inklusive.
Irgendjemand hatte mir mal gesagt, die Fusion wird alles verändern und es ist wirklich so. Warum ich genau dorthin nicht schon viel früher gefahren bin, ist mir ein Rätsel. Auf der Fusion geht es im wahrsten Sinne des Wortes ums gemeinsam Feiern. Das ganze Gefixe der Musikindustrie spielt hier keine Rolle, wie zum Beispiel auf dem immer schlechter werdenden Melt!. Im Zentrum stehen hier die 70.000 Festivalbesucher, die feiernde Masse, die Fusion von Menschen jeden Alters, und die Musik, die uns alle verbindet.
Ich will zurück!
Freitag, 26. Juni 2009
Michael Jackson tot? Niemals!
Man kann es irgendwie noch nicht so recht glauben, aber anscheinend ist Michael Jackson tot. Das haut einen echt um!!!
Irgendwie ist er durch seine Musik ein Teil von Jedem von uns. Fühlt sich komisch an.
Ich bin wirklich traurig.
eingetütet
Musik
Donnerstag, 25. Juni 2009
Pythagoras spinnt doch ;-)
Es gibt ein gutes Prinzip,
das die Ordnung, das Licht und den Mann,
und ein schlechtes Prinzip,
das das Chaos, die Finsternis und die Frau geschaffen hat.
das die Ordnung, das Licht und den Mann,
und ein schlechtes Prinzip,
das das Chaos, die Finsternis und die Frau geschaffen hat.
Aus dem Vorwort von Das andere Geschlecht von Simone de Beauvoir.
eingetütet
Art
Ebbé liebt den ...
...wenn sie mal wieder ihren Autoschlüssel stecken lassen und die Tür zuschmissen hat!Ich hätte den lieben Herrn Odenthal küssen können, nachdem er mein Auto aufgebrochen hat.
Und außerdem den freundlichen Tankwart, der mir die Wartezeit durch Kaffee und Kippen verkürzt hat.
Typisch Ebbé. :-)
eingetütet
About
Mittwoch, 24. Juni 2009
Samstag, 20. Juni 2009
Alte Hasen in Berlin.
Dienstag, 23. Juni 2009, 19 UhrKlaus Bußmann im Gespräch mit Kasper König
KW Institute for Contemporary Art
Auguststr. 69
D-10117 Berlin
Dienstag, 14. Juli 2009, 19 Uhr
Laszlo Glozer im Gespräch mit Isabelle Graw
Dienstag, 11. August 2009, 19 Uhr
Ingvild Goetz im Gespräch mit Zdenek Felix
Dienstag, 25. August 2009, 19 Uhr
Jan Hoet im Gespräch mit Amine Haase
Dienstag, 08. September 2009, 19 Uhr
Paul Maenz im Gespräch mit Renate Wiehager
Dienstag, 24. November 2009, 19 Uhr
René Block im Gespräch mit Gabriele Knapstein
Leider muss ich heute arbeiten und kann nicht anwesend sein, dafür ist das nächstem Mal fest eingeplant. Laszlo lass ich mir nicht entgehen.
Blu in Berlin
Eigentlich finde ich die Sachen von Blu eher langweilig. Außer dass sie groß sind, haben sie auf mich wenig Wirkung. Dennoch ist dieses Filmchen, ich hörte seine Abschlussarbeit durchaus gelungen!
eingetütet
Art,
Berlin,
Straßenkunst
Freitag, 19. Juni 2009
Sonntag, 14. Juni 2009
Ein Sonntag mit Sartre
(via)Illustration von Wols aus "Nourritures" von Jean-Paul Sartre. 1949. (19 x 14.5 cm).
Befindet sich in der Sammlung des MoMA
La transcendance de l'ego:
"Dieses absolute Bewusstsein hat, wenn es vom Ich gereinigt ist, nichts mehr von einem Subjekt, (...), es ist ganz einfach eine erste Bedingung und eine absolute Quelle für Existenz.
Kleine Einführung in "Das Sein und das Nichts":
Bewusstsein (Für-sich) und die Dinge der Welt (An-sich) können niemals dieselbe Identität haben.
Für Sartre konstituierte sich das Bewusstsein und damit das Subjekt als Für-sich gegenüber dem von ihm wahrgenommenen etwas, dem An-sich. Das Bewusstsein konstituiert sich also, indem es sich negativ – als das was es nicht ist – bestimmt. Diese Negation ist das Nichts als dem Subjekt Zugehöriges.
Ein Bewusstsein ist immer Bewusstsein-von-etwas.
Das Sein bietet sich der Enthüllung nur in der Erscheinung an: das Seiende ist Phänomen.
Ein Sein neben dem Phänomen selbst aber ist nicht erkennbar.
Das Bewusstsein (Für-sich) ist unabhängig vom An-sich, es ist seine eigene Seinsregion. "Sobald das Bewusstsein auftaucht, macht es sich durch die reine nichtende Bewegung der Reflexion zu einem personalen: denn was einem Sein die personale Existenz verleiht, ist nicht der Besitz eines Ego - das nur das Zeichen der Persönlichkeit ist -, sondern das Faktum, für sich als Anwesenheit bei sich zu existieren."
Das Bewusstsein setzt sich als Bewusstsein (von) sich.
Das Für-sich kann nicht der Grund seines eigenen Seins sein und wird stets durch ein An-sich bedingt. Sartre nennt es den "Riss im Sein", das Nichts, das durch das Sein geseint wird. Das Für-sich hat zu Objekten aller Art, ob materiell, biologisch, psychisch, eine setzende, gesetzte Distanz.
Sartre ist Antinaturalist. Er glaubt, im Gegensatz zu vielen seiner Zeitgenossen, an die Existenz des Bösen. Es gibt für ihn eine unüberbrückbare Spannung zwischen Mensch und Welt.
"Der Geist der Ernsthaftigkeit" (Trägheit) will sich der Erfahrung der Kontingenz (des Zufälligen), des Ekels nicht stellen.
Für Sartre ist nichts notwendig, es exstieren keine natürlichen Beziehungen untereinander und zur Welt. Man kann der Kontingenz nicht entkommen, diese ist absolut, das Leben hat keinen Sinn. Es gibt keine Heilung, die den unüberwindbaren Bruch zwischen dem Bewusstsein und den Dingen der Welt tilgen kann, keine metaphysische Rettung.
Der Mensch ist Kollaborateur, der sich den vollendeten Tatsachen fügt. Dabei nimmt der Kollaborateur die Perspektive der Zukunft ein, aus der jede Vergangenheit und jedes Elend zu einem guten Ende führt und darin aufgehoben ist. Äußerliche Zwänge sind Zufälle. Der Mensch oder besser die menschliche Realität (réalité-humaine) entgeht den Zufällen nicht. Aber er kann sie übernehmen, integrieren und damit überschreiten.
Freiheit ist nichts Abstraktes oder Grenzenloses. Freiheit ist die winzige Bewegung über das Gegebene hinaus. Der Mensch trägt insofern Verantwortung, als er derjenige ist, der das Gegebene auf sich nimmt und gleichzeitig mit diesem Aufsichnehmen den Zufall negiert. Der Mensch kann sich jederzeit über die Situation hinaus entwerfen, selbst wenn er dabei scheitert. Das Scheitern ist nicht der Gegensatz zur Freiheit, sondern eine menschliche Möglichkeit, die sich aus seiner Freiheit ergibt. Die Dinge leisten uns keinen Widerstand. Durch unsere Entwürfe können die Dinge zu einem Widerstand werden.
„Die Hölle, das sind die Anderen“
Die Erwartungen und Projektionen, die durch Mitmenschen an einen gerichtet werden, manipulieren das Handeln, wenn der Mensch ihnen gerecht zu werden versucht - aus Bequemlichkeit, weil er der Verantwortung ausweicht, sich selbst stets neu erfinden zu müssen. Die Anderen sind Teil der Situation. Die anderen Bewusstseine sind ein Teil unserer vorgefundenen Welt. Meine Freiheit ist begrenzt durch die Freiheit der Anderen. Indem ich jedoch den Anderen als Anderen annehmen, kann ich diese Grenze übernehmen. Ich stoße nicht an diese Grenze. Sartre behauptet, dass die Freiheit Grenzen hat, aber dass die Freiheit den Grenzen niemals begegnet. Die Anderen sind also kein Hindernis für den Entwurf des Einzelnen, da die Anderen ein Teil der Situation sind, die ich in meinem Entwurf überschreiten kann. Es muss eine Situation, die Welt, die Gesellschaft, die Anderen, geben,
damit ich mich von ihnen losreißen kann, damit ich etwas überschreiten kann. Ich benötige die
Situation, um frei sein zu können.
„Die Existenz geht dem Wesen voraus“ - einzig sein nacktes Dasein ist dem Menschen vorgegeben; was ihn am Ende ausmacht, muss er erfinden.
Das Sein des Menschen ist nicht im Voraus definierbar, nicht geschaffen, der Mensch schafft sein eigenes Wesen immer wieder neu, ist durch die Kontingenz des Lebens dazu, zu seiner Freiheit, verurteilt.
Sartre und Heidegger
Sartre griff dort Heideggers Idee auf, dass das Wesen des Menschen nicht in seiner Essenz sondern in seiner Existenz liege. (Dasein ist kein Was, sondern ein Wie).
Wegen der hohen Bedeutung, die Sartre dem Bewusstsein als Gegensatz zur Welt zusprach, sah Heidegger einen Rückfall in den neuzeitlichen Subjektivismus.
Während Sartre die absolute Freiheit des Menschen betonte, versuchte
Heidegger hingegen Strukturen des Daseins (Existenzialien) aufzuweisen, zu welchem sich dieses verhalten kann und muss.
Atheistischer Existenzialismus
'Ontologischer Ansatz': Der Mensch ist das einzige Seiende, bei dem die Existenz (dass er ist) der Essenz (was er ist) vorausgeht.
Für sein Wesen bestimmende Grundzüge gibt es nicht. Es gibt keinen Gott gibt, der den Menschen Werte auferlegt haben könnte und keine objektiv verbindliche Ethik (Kant).
Die Lage des Menschen ist also durch absolute Freiheit gekennzeichnet. Dieser
Grund-Situation hat sich der Mensch zu stellen. Alles andere wäre eine Selbsttäuschung.
„Der Mensch ist (deswegen) voll und ganz verantwortlich“, zunächst für
seine Individualität: Mit seinem Tun „zeichnet er sein Gesicht“. Dann aber zugleich für die ganze Menschheit. Denn mit seinen Entscheidungen entwirft er ein Modell, einen „Typus“ des Menschen. Insofern ist er immer auch ein Gesetzgeber.
Sartre führt diesen Begriff im Zusammenhang mit der Tatsache ein, dass man in seinen Projekten für die Zukunft nur auf das bauen kann, was in den eigenen Kräften steht.
„Es gibt Wirklichkeit nur in der Tat“ oder: „Der Mensch ist das, was er vollbringt“, jedoch nicht seine Möglichkeiten. Es gibt keine Entschuldigungen für das, was nicht erscheint. Die Bedeutung der anderen:
Um irgendeine Wahrheit über mich zu erfahren, muss ich mich im Anderen spiegeln. Der andere ist für meine Existenz unentbehrlich, ebenso wie er für die Erkenntnis, die ich von mir selber habe, unentbehrlich ist. Die Entdeckung meines Innersten enthüllt mir zugleich den anderen als eine mir gegenübergestellte Freiheit, die nur für oder gegen mich denkt und will. Somit entdecken wir eine Zwischen-Ichheit‘ (Intersubjektivität), und in dieser Welt entscheidet der Mensch, was er ist und was die anderen sind. Man wählt im Angesicht der anderen, und man wählt sich im Angesicht der anderen. Sartre zeigt in einer Analyse
des Angeblicktwerdens, wie der andere mir erscheint: als Konkurrent in dem Kampf um die Perspektivierung des Menschseins und der Wirklichkeit.
Sartre betont die Ähnlichkeit mit dem Akt künstlerischen Schaffens.
Ein Künstler lässt sich nicht durch festgelegte Regeln leiten. Er muss auch kein bestimmtes Bild machen. Der Künstler bindet sich in die Gestaltung seines Bildes ein; und das Bild, das zu machen ist, ist genau das Bild, das er gemacht haben wird. Der Inhalt ist immer konkret und daher unvorhersehbar; er ist immer erfunden. Was allein zählt, ist, zu wissen, ob die Erfindung, die getätigt wird, im Namen der Freiheit getätigt wird.
PS:
Wenn es sehr hübsch ist, oder sehr hässlich, oder nicht vor dir flieht - fass es nicht an :-)
eingetütet
Wols
Donnerstag, 11. Juni 2009
Ich hab ihn endlich gefunden...
...den besten Araber in der Stadt mit Namen Zweistrom. Er ist in Prenzelberg auf ner Ecke von der Danziger. Noch nie so gut Falafel und Schawarma gegessen. Wirklich kein Scherz, ihr müsst dahin!
Avantgarde-Jazz im Babylon - Jazzdor 2009
Bin gestern zufällig noch an ein Ticket für die Eröffnung des Jazzdor-Festival Berlin Strassbourg gekommen und muss sagen, dass ich noch nie so ein gutes Saxophon bzw. Sopran- und Baritonsaxophon ;-) Solo gehört habe. JEAN-CHARLES RICHARD hat so unglaublich gut und wahrlich leidenschaftlich gespielt, dass es keinen besseren Ausklang für meinen anstrengenden Bibliothekstag hätte geben können. "Vielen Danke" an diese unglaublich sympatischen Franzosen.
Urban Affairs im Stadtad Wedding!
eingetütet
Art,
Berlin,
Exhibition,
Straßenkunst
Leben im White Cube.
Und es geht doch noch abstrakter. ;-) Ich kann nicht leugnen, dass mich das extrem anspricht. So wird Wohnraum aus alten Fabrikhallen gemacht. Das ist so reduziert, da wirkt das Bauhaus schlicht Barock!
eingetütet
Architektur,
Art
Review Biennale 2007 Venice - Vorfreude auf 2009!
Schattenspiele
Venedig ist wirklich eine der schönsten Städte der Welt, unvergesslich bleibt der Blick aus dem Flieger auf die Stadt im Meer. Märchenhaft, fast surrealistisch lässt sich mein Eindruck beschreiben. Unsere Übernachtung mitten in der Stadt hätte nicht besser sein können. Zu Fuss Ruckzuck im Arsenale oder den Gardini. Im Gedächtnis bleibt außerdem die Installation von Bill Viola in einer kleinen Kapelle außerhalb des Geländes und die Videoinstallation des russsichen Pavillons.Nun ja, ich freu mich riesig auf die Biennale in diesem Jahr, wahrscheinlich werde ich mir Ende September das Kunstspektakel in Venedig ansehen. Ich kann nur betonen, das die Biennale meine bisher interessanteste Ausstellung gewesen ist und man erstaunlich viele gute Exponate sehen konnte. Hochgradig empfehlenswert.
eingetütet
Art,
Exhibition,
Trip
Mittwoch, 10. Juni 2009
Zitat des Tages: Goethe macht das Rennen
"Die Urpflanze wird das wunderlichste Geschöpf von der Welt, über welches mich die Natur selbst beneiden soll. Mit diesem Modell und dem Schlüssel dazu kann man alsdann noch Pflanzen ins Unendliche erfinden, die konsequent sein müssen, das heißt: die, wenn sie auch nicht existieren, doch existieren könnten und nicht etwa malerische oder dichterische Schatten und Schein sind, sondern eine innerliche Wahrheit und Notwendigkeit haben."
Das Kunstwerk wird im Sinne Goethes parallel zur Natur als selbständiger Organismus verstanden. Fein!
Das Kunstwerk wird im Sinne Goethes parallel zur Natur als selbständiger Organismus verstanden. Fein!
Dienstag, 9. Juni 2009
Zitat des Tages von Sartre
"Nichts steht fest, außer dass die vollkommene Genauigkeit zur äußersten Ungenauigkeit führt."
Aus: Jean-Paul Sartre, Portraits und Perspektiven, Reinbek 1968. S. 342.
Montag, 8. Juni 2009
Kitsune//Two Door Cinema Club
Vielleicht der beste Track vom neuen Kitsune "Maison 7" Sammelbecken für jute Musik. Die Herren sind Iren, soweit ich weiss und das Lied enorm einprägsam.
eingetütet
Musik
Freitag, 5. Juni 2009
What a nice performance, lovely Bar 25
Da werden Erinnerungen ans Wochenende und den Karneval der Kulturen geweckt.
Drei Stunden Hinterhertanzen hinterm Truck der Bar 25 hatte den Stress der vergangenen Woche verschwinden lassen. Diese entzückende Perfomance ist mir leider entgangen, dennoch kommt das zweite Video der relebten Stimmung ein bisschen nahe.
Mittwoch, 3. Juni 2009
Architekturperlen Berlins
Das alte Stadthaus, gebaut von Ludwig Hoffmann um 1902. Wer sich wie ich immer schon gefragt hat, wie das Gebäude genutzt wird, dem sei gesagt, dass es heute die Berliner Senatsinnenverwaltung beherbergt. Mit seiner Kollossalordnung, dem riesigen Tambour, den hervortretenden Mittel- und Eckrisaliten, sowie Dreiecksgiebel, erinnert es mich immer wieder an unseren Trip nach Amsterdam und das sich dort befindliche Rathaus - Paleis op de Dam. Dieses wurde allerdings von Jacob van Campen schon um 1648 gebaut.
©ebbé
Das zweite Objekt, was mich schon seit längerem immer wieder in seinen Bann zieht, ist das Gebäude der GAS AG, welches 1932 vom rheinländischen Architekten Emil Fahrenkamp gebaut wurde. Im Vorbeifahren wirkt es einfach so unglaublich dynamisch und fließend, dass es jedes Mal aufs Neue meine Blicke fängt. Da verzichten wir hier in Berlin gerne auf beweglichen Türme à la Dubai.
eingetütet
Architektur,
Art,
Artwork
Dickes Fell im Stadtleben.
Dass der Bär Berlins Wappentier ist, weiß jeder, aber warum eigentlich?
Irgendwie makaber, die Geschichte mit dem Fell.
Irgendwie makaber, die Geschichte mit dem Fell.
eingetütet
Art,
Berlin,
Straßenkunst
Ebbé fühlt sich verdammt Moderat schon seit zwei Wochen!
Manometer, wenn das mal nicht eines der besten Alben elektronischer Tanzmusik in 2009 wird. Rauf und Runter, pausenlos.
Immer wieder kommt es überraschenderweise vor, das da Vinylitäten produziert werden, die einfach zeitlos schön sind. Ohne Frage gehören bei mir das
Daftpunk "Homework" Album,
die Metro Area Scheibe von 2001,
das Mathew Herbert Album "Bodily Functions",
das von Alva Noto "Insen",
die Trentemöller "Singles Collection",
das "This Bliss" von Pantha du Prince,
mit ganz viel Toleranz noch die Booka Shade Platte dazu.
Moderat reiht sich hier auf jeden Fall und zweifelsohne ein. Die eigentümlich melancholischen Melodien und die unverwechselbare Stimme von Apparat, dazu extrem deepe und fette, dumpfe elekrtonische Schläge von Modeselektor, die bis in unser Innerstes vordringen und uns nicht still halten lassen. Extrem gut zum Anhören zuhause, aber auch zum Tanzen in lauen Sommerclubnächten Berlins. Ich liebe euch für dieses Wunderalbum.
eingetütet
Musik
Max Hattler for Basement Jaxx
Basement Jaxx: "Where's Your Head At" 2009 Tour Visuals (by Max Hattler) from Max Hattler on Vimeo.
Wer mich kennt, weiß, dass ich Basement Jaxx schon seit Ewigkeiten in meines kleines musikalisches Ebbenherz geschlossen habe, wenn aber dann noch ein Media Artist Namens Max Hattler daherkommt, (der beim Londoner International Animation Festival abgeräumt hat) und diese wunderbar facettenreich, emotionsgeladenen Visuals für einen meiner absoluten Lieblingstracks baut, ist alles zu spät. Manometer, da passt einfach alles.
Viel Spass beim Ansehen! Danke an Creative Review per Twitter.
Dienstag, 2. Juni 2009
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