Samstag, 28. Februar 2009

The Whitest Boy Alive...verpasst :-(

..Heute gaben die Jungs ein Release-Konzert in Mitte nur wenige Straßen weiter. Leider musst ich arbeiten...!
Dafür hab ich mir gerade das neue Album runtergeladen, plus Konzertkarten für das Konzert im AstraClub. Sozusagen als sofortige Entschädigung.

Monopol bleibt Monopol

...ich muss schon sagen, dass die Qualität dieses Magazins nicht nachlässt, ist wirklich bemerkenswert.
Leider mit über sieben Euro ganz schon kostenintensiv, aber eben (an der Tanke in Prenzelberg, neben der Bildzeitung liegend - Stranges Bild) konnte ich nicht nein sagen.
Mal wieder an einem Stück von hinten nach vorn ohne Pause durchgelesen.
Das beste Kunstmagazin auf dem Markt, ohne Abstriche.
Auch die Märzausgabe hat einiges zu bieten, Elisabeth Payton, Clara Lidén und meine persönliche Lieblingskünstlerin Tracey Emin.
Frauenpower im März!

Ekstasen der Zeit

Kritik von Toni Hildebrandt

Seit Januar 2009 arbeitet der renommierte griechische Choreograf und Tänzer Andonis Foniadakis als Artist in Residence im DOCK 11 in der Berliner Kastanienallee. Erste Einblicke in den 'work in progress' wurden nun am 28. Februar und 1. März erstmals einem kleinen Publikum vorgestellt, wobei Foniadakis noch bis Ende März seine 'Solo' in Berlin weiterentwickeln wird.

Der Tänzer, der in den letzten Jahren besonders mit seiner innovativen Inszenierungen von Stravinskys 'Sacre du printemps' hervorgetreten ist, gehört zu den bedeutendsten Choreografen der Gegenwart. Dabei beeindruckte er sowohl durch seine virtuosen Performance anspruchsvollster Werke von William Forsythe oder Saburo Teschigawara, wie durch den individuellen Stil seiner eigenen Tanzstücke. In Berlin hat er nun ein 'Solo-Portrait' zu Kompositionen von Julien Tarride und der visuellen Gestaltung von Panayiotou Christodoulos erarbeitet.

Im Preview seines 'Solo' thematisiert Foniadakis in erster Linie die „kinetische Erinnerung“ und damit die unterschiedlichen Ekstasen der Zeitlichkeit, wie sie sich für den Betrachter des Tanzes ins Gedächtnis schreiben, im Augenblick des Performativen ereignen und gleichzeitig durch die Ahnung antizipiert werden. Die Dramaturgie ist in ihrer klaren Teilung leicht verständlich. Zu Beginn führt Andonis Foniadakis in die Choreografie ein und reagiert in subtilen Nuancen auf die zerbrechliche Musik von Julien Tarride. Relikte einer verletztlichen musique concrète werden dabei aggressiven Raumklängen kontrastierend gegenüber gestellt. Im zweiten „Szenario“ wird die Musik hingegen melodiöser und entsprechend auch die Grunddynamik der Körperlinien weicher und organischer. Durch die gezielte Verwendung von Goldstaub erzeugt der Tänzer um seine Bewegungen und seine Körper eine geradezu sakrale Aura. Dem entgegen kommt es im dritten Abschnitt zur rituellen Selbstgeißelung, die auch den Betrachter nun erstmals intensiv einbezieht. Wenn man sich hier an die orgiastischen Riten und Kulttänze des 'Sacre' erinnert fühlt, so findet diese Assoziation ihre Kehrseite aber ebenso in der intimen Sensibilität, die in ihrem „Sprachcharakter“ nicht selten an Mimik, Gestik und Pantomime erinnert. Im Gegensatz zu dem inspirationslosen Caravaggio-Ballett, das Mauro Bigonzetti erst kürzlich an der Oper Unter den Linden zur Uraufführung brachte, gelingt es Andonis Foniadakis weitaus produktiver an Augenblicke der abendländischen Bildkultur zu erinnern, die damit – gewollt oder ungewollt – zum Teil der körperlichen Ausstrahlung seines „Solo-Portraits“ avancieren. Indem der nackte Körper in Belichtung, Ästhetik und Kolorit dem Inkarnat der Malerei Caravaggios verblüffend nah kommt, wird nun auch ihr Sprachcharakter verständlicher. In der Gestalt von Pathosformeln erzeugt die Kraft, Dynamik und Passion der Körpergesten gleichzeitig eine große symbolische Kraft.

Aby Warburgs Idee und Vorstellung jener zeitlos verfügbaren „Pathosformeln“, die nur in Verbindung mit Bewegung und Tanz gedacht werden konnte, findet bei Foniadakis somit augenscheinlich ihre moderne Entsprechung. Doch nicht allein darin erschöpft sich das kreative Potential seiner Choregrafie. Im theatralen Dialog zwischen Publikum und einem fiktiv-schizophrenem Ich steht auch der tänzerische Kommunikationsprozess im Mittelpunkt seiner Performance.

Andonis Foniadakis’ 'Solo' wird in der entgültigen Version als Portrait eines beeindruckenden Künstlers der Gegenwart am 24. April 2009 im Maison de la Danse in Lyon seine Premiere feiern.

Toni Hildebrandt, klassik.com


Freitag, 27. Februar 2009

"dunkelblau, fast schwarz"


Der Film "Dunkelblau, fast schwarz" hat mich sehr positiv überrascht. Ein Film mit viel Gefühl und Verständnis für unsere Generation, wenn auch nicht unbedingt tiefgründig. Man muss einige Male gut lachen über den eigentlich älteren Bruder.

Pervers...

...finde ich, dass man im Februar im Kaisers Erdbeeren für 88 cent kaufen kann, die dank Gentechnik, auch noch wie welche schmecken.
Ein zwiespältiges Hoch auf die Globalisierung!

Hände weg von dieser Blondine!

Da hat man das alte, (zwar auch oberflächliche, aber dennoch amüsante) Blond-Magazine doch glatt gegen so ne blonde "Hure", Endschuldigung ... "es ist ein Modemädchen" ausgetauscht. Das schlechteteste Magazin, was ich seit langem in meinem Briefkasten und in der Hand hatte. Miese stereotype Texte, die selbst für einen Blog zu kurz und zu inhaltsleer wären. Kein innovatives Layout, langweilige Photostrecken, ebenso langweilige schon tausendmal durchgekaute "Mädchen"-Themen. Vollkommen überflüssig das Thema "Love issue" - sorry, aber behinderter, als tausend mal "Blonde liebt ..." - hätte man sich nicht vorstellen können. Und mal ein Tipp an die Redaktion. Wenn ihr schon tausend Felder abdecken wollt, vergesst ihr trotzdem eines der wichtigsten. Ja, wir Frauen und besonders Modemädchen mögen auch Musik.
Bitte Hände weg von diesem etwas!
Achja. Online funktioniert da auch grad gar nichts.

Sugimoto meets U2

Da ist man in der Stadt unterwegs und dann das. Ein Plakat von U2 für ihr neues Album "No line on the horizon" und darauf ein "seascape" von Hiroshi Sugimoto. Für den habe ich in Düsseldorf damals auch PR gemacht und seine Arbeiten sehr zu schätzen gelernt.
U2 haben zwar Geschmack bewiesen, aber ob das zu ihrer Musik passt, ist jetzt mal jedem freigestellt.

Mittwoch, 25. Februar 2009

"Elektrisch fühlen" mit Bruce Nauman, Walter de Maria und musikalischen Grüßen aus der Heimat

Da muss man nur ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache machen und schon bekommt man "geheime" Mixtapes zugeschoben, die man nach Möglichkeit auch noch gut finden soll.
Nun mein lieber Freund, DJ Reverend aus der Heimat, ich habe mir dein Tape ungefähr dreimal angehört, bis ich es gut fand. Einige Holperstellen gibts da ja schon, aber dennoch spiegelt deine Auswahl den derzeitigen, (dank zu tode gehörter MGMT schon fast wieder nervigen) "Elektrisierenden Gefühlszustand" wieder. Altes und Neues im popigen Mix. Mittlerweile liebe ich einige dieser Tracks, die ich zuvor nicht kannte.
Vielleicht gehts dem einen oder anderen ja auch so. Deshalb hier der Link zum Download
und die Trackliste.

1. i feel electric - rubies
2. drive your car - grovesnor
3. nightdrive with you (jupiter remix) - anoraak
4. second to understand - lorelei lee
5. beats like birds - marbert rocel
6. you saw it all - matthew herbert
7. love you better (jesse rose remix) - jimpster feat. a. east
8. 1974 - wighnomy brothers
9. cafÈ del flore - dr. rockit

1. cafÈ del flore trio reprise - dr. rockit
2. this could be beautiful (it is) - metronomy
3. breaking it up (pocketknife's loosefoot remix) - lykke li
4. crimes - ldoe
5. left handed girl - james yuill
6. gothic girl - international pony
7. baby (breakbot remix) - pnau
8. aerodynamic - daft punk
9. i'm good i'm gone - friendly fires (lykke li cover)
10. push push - rockers hifi
11. show me love -
12. please don't go - william fitzsimmons

Also lieber DJ, immer her mit deinen schmutzigen Mixtapes, aber bitte mit ein bisschen mehr Hingebung an die handwerkliche Umsetzung. ;-)
Und was für Kunst&Krempel fällt uns so zu "Elecric Feel" ein? Sarah und ich haben gewählt.

Dienstag, 24. Februar 2009

Offener Brief an Eno Henze

Lieber Herr Henze,
nachdem ich mir nun wirklich ein paar Tage so nebenbei meine Gedanken gemacht habe und mich mit meinen bescheidenen Schulenglisch durch ihr an Fremdwörtern reiches Interview gekämpft habe, muss ich zugeben: Das Kartenhaus ist nicht eingestürzt. Es ist stabil. Sehr sogar. Fast zu stabil, für meinen Geschmack. Nüchtern trifft es für meine Begriffe am Besten.
Nachdem ich sehr überschwenglich, fast euphorisch auf die Werkreihen Ambushes, Wesung, Human Factor und Subjektbeschleuniger reagiert habe, und ich mich irgendwie auch an Carsten Nicolai erinnert fühlte, bin ich nun ja fast vom Rausch ausgenüchtert. Dennoch möchte ich ein sehr gern ein paar banale Worte Kunstkritik äußern.
Ich stellte fest, dass die Euphorie, ja die Gefühle, die ihre Werke auslösen, gar nicht wissenschaftlich erklärt werden müssen, denn genau das nimmt ihnen ihre Magie. Diese Magie ist es doch, das Geheimnsvolle, was uns an Kunst im Allgemeinen fasziniert. Die ungelösten Rätsel, die uns immer wieder von Neuem dazu bringen, Dinge zu überdenken, weil sie nie endgültig bestätigt oder verneint werden. Diese Rätsel faszinieren uns, weil sie selbst durch Menschenhand, durch den Künstler gestellt werden. Doch was passiert, wenn eine Maschine diese Rätsel stellt? Das Rätsel durch Codes entschlüsselbar wird? Wollen wir das überhaupt?
Ich bin mir sicher, sie kennen diese Gedankengänge.
So ist diese nüchterne Betrachtungsweise ihre Bilder im Hinblick auf ihre Enstehung fast unmenschlich. Ich möchte weiterhin überwältigt sein von der Ästhetik "ihrer" Bilder. Dass ein Computer eine menschliche Handschrift, ja die eines Künstlers imitiert, wie bei "Subjektbeschleuniger", macht mir dabei beinahe Angst.
Die Utopie der Verbindung von Mensch und Maschine, von ratio und emotio, als Problemstellung zu thematisieren ist ihnen in jedem Fall gelungen und schon allein das, ehrt sie und ihre Kunst, die auf der "Suche nach dem Absolutem" ist. Diese elementären Gegensätze zu vereinen ist meiner Meinung nach nicht möglich und darf auch nicht geschehen, denn unsere Welt lebt von diesen schöpferischen Gegenpolen. Von ihnen richtig erkannt, bewegt man sich stets an einer Grenze, die doch nicht überschritten werden kann.
Ihre Computerzeichnungen besitzen meiner Meinung nach Seele, ein Widerspruch, der doch keiner ist, weil sie Herr Henze, Herr der Lage sind und bleiben, nicht die Maschine. Deshalb ist und bleibt auch ihre "Suche nach dem Absoluten" bereits das Ziel und macht somit ihre Werke vollkommen. Das ist Kunst.

Ich bin ein großer Fan, wirklich.
http://www.enohenze.de/

Das kotzt mich an..

..dass es dieses sch* Elster-Formular nicht für Mac gibt. Sch* Steuererklärung! Aber dafür kann Apple ja auch nichts. HILFE!
Nachdem ich heute in der Kunstbibliothek gecheckt habe, dass geschätzte 90 Prozent aller "Kunsthistoriker" einen Mac haben, bin ich ja nicht alleine mit dem Problem.
Es wird Zeit, dass das geändert wird.

Montag, 23. Februar 2009

Ein herzliches, aber dennoch ganz dickes..

..an alle, die mich bisher unterschätzt haben!
Das musste jetzt sein.
:-)

Sonntag, 22. Februar 2009

..Auf die Plätze! ..fertig? ..WOLS!

Den nächsten Monat dreht sich bei mir alles um die Ölmalerei von Wols und die besondere Bedeutung der Bildmitte in seinen Kompositionen. Ich werde dazu drei seiner größen Ölgemälde untersuchen, zwei davon befinden sich in Berlin (Nationalgalerie), eines in Stuttgart (Staatsgalerie). Meinen Arbeitsprozess werde ich hier zur Diskussion stellen und hoffe auf fleißig Kommentare. Ob Kunsthistoriker oder nicht, sehen und denken können ja alle.

Bis hierhin und dann weiter - TWENTYFIVE!

In Anbetracht der Tatsache, dass ich demnächst 25 werde, will ich kurz darüber nachdenken.
Ich bin also schon 25 Jahre auf dieser mehr oder weniger verrückten Welt. Von diesen 25, habe ich für die ersten fünf Jahre leider keine Erinnerung, die nächsten fünf war ich ein Kind, wieder fünf in der Pupertät, nochmal fünf ein Teen, dann fünf Jahre wild, um die letzten fünf irgendwie erwachsen zu sein.
Ich war sicher über 25 Mal auf einem Konzert und war über 25 Mal auf irgendwelchen Drogen, habe definitiv jedes Jahr im Schnitt über 25 mal Sex gehabt, mit insgesamt mehr als 25 kurzzeitigen Partnern, bei denen ich bei jedem gedacht habe, der isses. Bin mit dem Auto über 25 mal angeeckt und habe mehr als 25 Strafzettel pro Jahr kassiert, habe mindestens 25 unterschiedliche Jobs gemacht. Habe mehr als 25 mal meinen Dispo überzogen. Habe während der Unizeit mindestens 25x25 Bücher gelesen. Weit über 25 mal habe ich darüber nachgedacht, warum ich eigentlich hier bin und was das mit dem Leben so auf sich hat. Mit 25 hätte ich in der DDR wahrscheinlich schon zwei Kinder und ein Haus, sowie festes Einkommen gehabt. Deshalb frage ich mich mit 25 in seltenen Momenten, warum ich noch nicht schwanger bin und wo eigentlich mein Mann ist, um dann festzustellen, dass ich als Single mit 25 verdammt glücklich bin.
Als Frau mit 25 fühlt man sich desöfteren schon nicht mehr so frisch, obwohl das hier in Berlin gerade noch geht. Mehr als 25 mal habe ich über Botoxinjektionen meiner Stirnfalten nachgedacht, um es dann doch zu oberflächlich zu finden. Ebenfalls ungefähr 25 mal hab ich mich bei meinem besten Freund ausgeheult, der hoffentlich auch die nächsten 25 Jahre mit mir teilen wird. Mit 25 werde ich vorraussichtlich mein Studium abschließen, um danach mindestens 25 mal 100 Euro im Monat zu verdienen.
Wenn meine Geburt eine Heirat mit mir selbst gewesen wäre, könnte ich Silberhochzeit feiern, denn dann hätte ich es schon 25 Jahre mit mir selbst ausgehalten. Mit 25 fühle ich mich meistens immer noch wie 15.
Ein viertel Jahrhundert Ebbe alias ..märii.. ist ein Viertel Jahrhundert Kosmos und Chaos. Im Positiven, wie Negativen. Danke an alle, die Teil davon waren.

Donnerstag, 19. Februar 2009

FFFFound gefunden!

Man wie geil ist das denn. Image Bookmarking. Jetzt muss ich mir nicht ständig das Desktop mit heißen Bildern "zumüllen", sondern sicher nur den Link wie bei Delicious. Jetzt muss mich nur noch einer einladen, damit ich mitmachen kann. Wer läd mich ein?
http://ffffound.com/

M. ist verliebt in Pantha du Prince.

Da ich eine wahrhafte Prinzessin der Erbse bin, habe ich nun meinen Prinzen gefunden. Ich werde nicht aufhören für ihn zu schwärmen, solange seine Musik in meinen Ohren erklingt und mir die Schmerzen der Erbse nimmt, auf der ich liege. Denn dieses Album verschafft mir wahre Glücksgefühle vorm Einschlafen und lässt mich von diesem Jüngling träumen. Ich bin verliebt.
http://www.myspace.com/panthaduprince

Es hat mich erwischt, das Bio-Fieber!

Nachdem ich jetzt über nen halbes Jahr kränkel und von Infekt zu Infekt hangel, hab ich mich dazu entschlossen meinen Körper nur noch mit reinster Bioware zu speisen. Vielleicht bringts ja wirklich was. Ich hatte mich ja eigentlich extrem dagegen gewehrt zu einer Bio-Öko-Müsli-Tussi zu mutieren, aber nun isses doch soweit. Ich halte euch natürlich über meinen Selbstversuch auf dem Laufenden. Erste Opfer gabs schon, meinen Geldbeutel.

Gedankenkette..von Neo Rauch zu Gerhard Richter.

Bisher hielt ich Neo Rauch für völlig überbewertet, aber als ich letztens einen Bericht über ihn auf 3sat sah, indem sich sogar Werner Spies (ich durfte mit ihn kennenlernen bei "Picasso - Malen gegen die Zeit") als großer Fan outete, musste ich meine bisherige Meinung überdenken. Die Amerikaner stehen ja angeblich auf ihn, weil sie mit dem Abstrakten (Newman, Rothko, Louis usw.) aufgewachsen sind. Neo schildert für sie nun die Abgründe der wiederentdeckten Gegenständlichkeit.
Im Interview mit Rauch, indem er bei mir mit seinem netten Ostakzent punktete, wurde mir klar, dass er frei gegenüber jeglichen Kunstismen arbeitet. Neo Rauch liebt den alten Menschen, liebt Traditionen und konservative Konventionen. Zeigt uns, dass sie in der heutigen Welt immer wichtiger werden. Er selbst liebt seine Heimatstadt Leipzig und sagt, dass er nur dort arbeiten kann. Es wiederstrebt ihm ein "globalisiertes Malinstitut" zu sein.
Rauch gibt uns in seinen Bildern Hoffnung auf Erlösung des täglichen Daseins, indem er die Realität als Fiktion erscheinen lässt, als weltliches figuratives Chaos, oft als bühnenhaftes Drama. Immer spielen große Dissonanzen eine Rolle. Nichts stimmt in seinen Bildern, denn "das Perfekte liegt ihm nicht" sagt er.
Neo Rauch darf sich in seinen Bildern wie Gott fühlen und schöpfen, was ihm in den Sinn kommt. Dennoch, das Bild der Bilder hat er noch nicht gemalt, sagt er. Zum Glück, denn so werden noch viele Folgen.
Also wer es in der Heimat noch nicht weiß, nicht weit weg im berühmten Naumburger Dom hat Neo Rauch drei Kirchenfenster gestaltet und deswegen komm ich auch auf die genialsten Kirchenfenster, die ich je gesehen habe: die von Gerhard Richter im Kölner Dom. Ich hasse Köln, aber das ist wirklich ein Grund nochmal hinzufahren. Die Farben, das Licht, einfach unglaublich. Göttlich trifft es wirklich. Ich muss das nochmal sehen und gute Bilder mitbringen.

Dienstag, 17. Februar 2009

desire to inspire

Blog mit tollen Anregungen fürs Heim.
http://desiretoinspire.blogspot.com/

Vorgemerkt: 1. März "T A N Z Solo" von und mit Andonis Foniadakis

..im Rahmen von "Artist in Residence" im DOCK 11.

Montag, 16. Februar 2009

Lesenswert: Der Beitrag zum Thema Ritalin in die Zeit Campus

Schon vor ner ganzen Weile war das Thema Titelstory in der Debug, die sich damals mit Speed und Ritalin als neue Modedrogen beschäftigten. Gestern las ich dann in der Zeit-Campus von einem Studenten, der im Selbstversuch mit Ritalin seine Magisterprüfung mit 1,3 absolvierte. In den USA soll das an den Unis ja schon Gang und Gebe sein, sein Gehirn zu dopen. Bei dem zunehmenden Druck auf die Bachelor und Master wird das wohl auch hier bald Faktum sein. Ritalin ist ein verschreibungspflichtiger Stuff. Es ist ein relativ harmloses Medikament und eben reiner Stoff, im Gegensatz zu manch anderen illegalen Aufputschmitteln wie Speed und Kokain, wo man nie weiß, was wirklich drin ist.

Macht doch mal jemand das Licht aus!

Schon die zweite Nacht in der meiner Wohnung, die trotz abgeschalteter Lampen hell erleuchtet ist. Die Lichtreflektionen des Schnees sind einfach so krass hier in Berlin. Es ist beinahe taghell draußen. Irgendwie bemerkenswert. Da ich auch diesen Beitrag nicht unbebildert lassen wollte, fielen mir zum Thema Licht spontan gleich mehrere Künstler ein. Angefangen bei Rembrandt, hin zu Vermeer, Caravaggio, Dan Flavin, Maak, und Herrn Olafur Eliasson. Zentrales Thema der Kunstgeschichte, immer wieder.

Apfeltattoo.

Eigentlich könnte sich jeder MacUser einen Apfel tattowieren lassen, denn man will nie wieder einen "normalen" PC benutzen. Mac für immer und in alle Ewigkeit. Auch ich bin super zufrieden mit meinen MacBook. Nachdem es liebevoll aufgezogen wurde und mittlerweile fast erwachsen ist, (dank neuem Arbeitsspeicher) sind wir unzertrennlich. Ich weiß, ich übertreibe, aber Arbeiten mit Mac macht einfach mehr Spass und mich zum Workaholic.

Langeweile mit Ladyhawke.

Ich hatte mir wirklich mehr erhofft von Ladyhawke. Leider hatte sie -für mich- einfach null Ausstrahlung, da passte das Nirvana Shirt, dass sie trug ganz gut. Der Abend war sowas von langweilig und deprimierend. Obwohl der Sound in der Maria eigentlich ganz gut war, standen alle einfach nur rum und langweilten sich. Selbst weiter vorn kaum Bewegung. Das einzige Schmankerl war der sexy Oberkörper des Leadsängers der Vorband, die auch nicht so toll waren, aber sich wenigstens bemühten, Stimmung zu erzeugen.

Sonntag, 15. Februar 2009

Die Letten kommen!

...gleich bei mir um die Ecke auf der Boxhagener mit Sichtkontakt von meinem Balkon hat sich ein kleiner lettischer Fashionshop eingenistet. Das Artwork im Shop und auch das Schaufenster luden mich ein das Modelabel Black Id zu begutachten. Für meinen Geldbeutel wohl zu teuer, aber auf jeden Fall tolle innovative Bekleidungsaspekte. Ich glaube leider nicht daran, dass es diesen Laden lange geben wird, aber vielleicht lernen sie ja trotzdem Deutsch in der Zeit. :-)

M. liebt ihre Organe!

In letzter Zeit beschäftigen mich meine Organe, aus rein ästhetischer Sicht. Irgendwie begegnet einem das auch überall. Die Bread&Butter, die wie ich gehört habe wieder nach Berlin kommt, wirbt mit diesem Herz für sich. Und auch Lungenflügel auf 'nem TShirt hab ich schon gesehen und fand das extrem cool. Ich will das auch. Auch, weil man sich ein Stück weit seiner physischen Verletzlichkeit bewusst wird und dass wir ohne diese einzelnen Teile in unserem Körper einfach nicht funktionieren.

M. erlebt einen Mittwoch in der alten Kantine Kulturbrauerei

Dieser Abend war einfach nur skurril und absurd. Dass es sowas mitten in Berlin und im achso "coolen" Prenzlauer Berg gibt, hätte ich nicht gedacht. Da kommt man nichts ahnend auf eine Party, die einen an alte MedClubParties in Jena Lobeda erinnern. Das war mein erstes Semester in Jena an der FSU. Nach einigen Drinks hatte ich trotzdem Spass zu Dirty Dancing und mindestens zehn mal Seeed. War trotzdem definitiv das erste und letzte Malin der alten Kantine.

Nervfaktor 3000 - Vintagebrillen.

Mich persönlich nerven ja diese Vintagebrillenträger in Berlin, die einem an jeder Ecke in Prenzelberg und Mitte, ja sogar in Fhain begegnen. Wie vor einem halben Jahr die obligatorische Vintagelederjacke, sind es eben jetzt die Nerdbrillen, die einen als cool etikettieren. Wer ein Model teuer erstehen möchte, kann dies unter http://www.lunettes-brillenagentur.de/ tun. Ich enthalte mich strikt diesem Trend und belächel diese Menschen, die den Style nachahmen. Da bleibe ich doch lieber bei meinem klassischen Fielmannmodell.

Mietzekater gesucht!

Wer eine Katze hat und sie nicht mehr will, der kann sie mir geben. Ich sorge für sie. Am liebsten wäre mir ein dicker alter Kater, der passiv an meinem Leben teilnimmt. Den ganzen Tag schläft und isst, abends dreimal schnurrt und sich beim Lesen streicheln lässt. Ja das wünsche ich mir sehr. Eine Katze besitze ich sogar schon allerdings nur in 2D.

Verschwörung?

Ich plane eine Verschwörung. Wer macht mit?

Was war eigentlich dieser Valentinstag?

Valentin war im 3. Jh. nach Christus ein Bischof der italienischen Stadt Terni. Er hatte laut dieser Sage einige Verliebte christlich getraut, darunter Soldaten, die nach damaligem kaiserlichen Befehl unverheiratet bleiben mussten. Zudem hat er der Sage nach den frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, haben der Überlieferung nach unter einem guten Stern gestanden. Trotzdem wurde er wegen seines christlichen Glaubens genau am 14. Februar enthauptet. Wir feiern also das Martyrium des Valentin. Achso. Ein christilicher Gedenktag. Schon seltsam, wie das heute zelebriert wird. Da alle Bilder zum Valentinstag total kitschig sind und ich auf die schnelle keine schöne Darstellung des heiligen Valentin finde, drück ich euch ein wunderschönes Bild von Cy Twombly auf die Sehorgane. Wilder Storm of Love.

Samstag, 14. Februar 2009

Über Bilder streiten beim Bilderstreit auf 3sat!




Soeben lief auf 3sat eine meiner Lieblingssendungen. Bilderstreit. Mein alter Chef Julian Heynen aus dem K21 sitzt dann auch immer in der Runde und gibt seinen Senf dazu. Heute war man sich leider viel zu oft einig über laufende Ausstellungen. "Gestritten" wurde deshalb weniger. Zuerst hat man Franz von Stuck zerhackt, dann ging man dazu über Martin Eder zu zerstückeln, um danach Mike Kelley in den Himmell zu heben und mit dem lässigen photographen Lebeck abzuschließen. Wie immer war die Sendung für mich als angehende Kunsthistorikern sehr interessant, wenn auch heute nicht besonders intellektuell. Mit dem Urteil der anwesenden Kritiker ging ich schon vorher konform.
http://www.swr.de/bilderstreit/

Schande über Bästifäntästi! Alarmiert die VG Bildkunst.


Das darf nicht sein. Blinky Palermo wird hier mit nem drittklassigen Rapper aus Jena in Verbindung gebracht. Da wird mir mehr als nur schlecht. Sorry Bästi, aber das geht nicht.

Gedanken zu Jeff Koons Celebration

..eigentlich fand ich diese Ausstellung extrem Nervig, weil dieser Typ auch irgendwie mehr PR als Kunst beherrscht, so scheint es. Dennoch sind die Betrachterspiegelungen irgendwie interessant, man sieht sich selbst aus den unterschiedlichsten Perspektiven und Verzerrungen, für die man auch noch Eintritt gezahlt hat. Eigentlich stört mich das immer, wenn Bilder im Museum verglast sind und ich mich selbst sehe. Ich will doch das Kunstwerk sehen und nicht mich. Damit spielt Koons hier ein wenig. Er projeziert uns in seinen Kitsch. Und wir sehen in seinem Kitsch Kunst. Die Ironie ist also nicht zu übersehen und spektakulär sind die Sachen irgendwie auch. Sowas wollen ja die Leute. Action. Farbe. Pop. Unterhaltung eben. Dafür isses vielleicht ganz nett.
Dennoch ist selbst das irgendwie ausgelutscht. Spiegel sind ja schon ewig Thema der Kunstgeschichte. Also wo ist bitte der Mehrwert von Jeff Koons? Wenigstens gab es ein schönes Bild inklusive Betrachterspiegelung.

Mein bester Freund Gregor Schneider.

..schafft es mich mal wieder von seiner Arbeit zu überzeugen. Erinnert mich auch an die Düsseldorfer Ausstellung "Weisse Folter" bei der ich Herrn Schneider kennenlernen dürfte. Ich muss da unbedingt hin und diese Installation fühlen. Er selbst meint, der dunkle, stumme schwarze Raum fungiert wie ein Spiegel. Man hört sein eigenes Blut rauschen und wird sich selbst zurückgeworfen, denn jeder darf nur im 2 Minuten Abstand und allein hindurchgehen. Wenn das kein spektakulärer Eingang ist, weiß ich auch nicht. Ich liebte Gregor Schneider von Anfang an!

Mittwoch, 11. Februar 2009

Da soll nochmal einer sagen,

..dass "durch die rosa Brille" sehen, nervig und nicht cool ist. Ich steh total auf diese Sonnenbrillen von Carrera. Übrigens, wer eine Liebste hat, schönes Geschenk zum Valentinstag!

Dienstag, 10. Februar 2009

M. liebt Veronica Lehner.

Meine kleine Artistin Veronica Lehner schafft wunderbare Werke aus vorgefunden Gegenständen von der Straße und übermalt sie in einer Lichtmalerei, die an Rothko erinnert. Tags und sonstige individuelle Merkmale der "Leinwand" lässt sie sichtbar und sorgt so für Spekulationen über ihre wirkliche Herkunft. Soweit ich weiß, hatte sie das auch mit Tags in der Stadt vor, die Fame-Relikte mit Farbe übermalen und sie dadurch wieder mehr sichtbar zu machen, eine Übertragung ihrer Malerei in den öffentlichen Raum. Projekte für eben diesen hatte sie auch schon in Kolumbien verwirklicht, indem sie selbst Pferdetränken mit Schildern baute, die dann wirklich genutzt wurden. Ihr ästhetisches Empfinden für Farbe und Komposition, sowie ihr Inovationsgeist und ihr Wissen über die Kunstgeschichte beeindruckten mich sehr als wir zusammen arbeiteten. Ich hoffe ich kann bald eines ihrer Bilder erwerben!
Küsse für dich, Vero.

M. mag Georg Weise.

Gesehen zum ersten Mal auf dem Berliner Kunstsalon letztes Jahr, ist er mir in Erinnerung geblieben. Erinnert in seiner Materialität leicht an Anselm Kiefer und ist doch eigen. Auch seine Porträts haben eine seltsame subtile Ausstrahlung. Leider konnte ich seine Einladung ins Atelier och nicht annehmen. Aber das mach ich noch.
http://www.georgweise.de/

M. liebt stefanie Schneider "once we are warriors"

Wie gut, dass ich schon längst ein signiertes Exemplar besitze, dass ich mit einem Bildnis aus dem 18. Jahrhundert kombiniert habe. So treten Frauenbilder, wie sie unterschiedlicher nicht sein können in Zusammenhang. Conversation Please! Die polaroidähnlichen Photographien von Stefanie Schneider gibts zu kaufen in Editionen bei LUMAS.
http://www.lumas.de/

Bücher fast geschenkt.

Der 1 Eur0-Buchladen bei mir um die Ecke ist der Hammer. Mitgenommen habe ich von Tucholsky "Drei Minuten Gehör", mein erstes Buch von Balzac "Die dreissig tolldreisten Geschichten, zwei Schallplatten von Mireille Mathieu, die ich als Kind so toll fand und eine von der damals unglaublich schönen Nana Mouskouri "mit dem wundervollen Titel "Alles was du brauchst ist Liebe". Für alles habe ich drei Euro bezahlt, ist das zu fassen?

Rettet die rote Nelke!

Soeben habe ich alle Blumenläden meines Kiezes nach roten Nelken abgesucht. Nirgends konnte ich welche erwerben. Angeblich will diese Blume niemand haben, weil sie als Symbol des Sozialismus gilt. Das kann ich nicht glauben!
Nun in Zeiten, in denen der Kapitalismus uns eine Weltwirtschaftskrise beschert hat, sollte das Symbol für mehr soziales Verhalten und Menschlichkeit unbedingt wieder käuflich sein. Deswegen habe ich mir gleich nen riesigen Strauß bestellt und ich denke die rote Nelke wird demnächst ihr großes Revival haben.
Und übrigens lautet der botanischen Name der Nelke Dianthus, d. h. Zeus-Blume, wenn das nicht göttlich ist.
Nachtrag: Hier seht ihr meinen wunderschönen Strauß Nelken, der mir den Sale im Overkill Prenzelberg versüßt hat.