Wolfgang Tilmanns und Jean Nouvel in der Serpentine Gallery London - Finding Berlin in London


Serpentine Gallery Pavilion 2010 by Jean Nouvel from O Production Ltd. on Vimeo.


Nachdem wir gestern den ganzen Tag in der ständigen Sammlung des Tate Modern verbracht haben und mich der Umbau des Gebäudes durch das Architekturbüros Herzog & de Meuron stark an meine intensive Zeit in Basel erinnerte, stand heute die Serpentine Gallery mit der Ausstellung Wolfgang Tillmanns auf dem vollig stressfreien Art-Programm. Als wir nach 'ner Stunde Radtour quer durch die Stadt und durch den wunderschönen Hyde Park am Ziel ankamen, realisierte ich zum ersten Mal, dass es die Serpentine Gallery war, die mit dem Pavillon von Jean Nouvel (übrigens Architekt der Galeries Lafayette in Berlin) in den einschlägigen Kunstzeitschriften rezensiert wurde. Nice, dachte ich mir, zwei Kunst-Fliegen mit einer Klappe. Deshalb zunächst noch ein leckerer Cappuccino und ein Kippchen im von näherem betrachtet,wegen der unterschedlichen Materialien und Farbvarianten des Rot leider leicht billig aussehenden Pavillon, bevor der in Berlin und London lebende Tillmanns mich erneut vor höchst interessante Bilderrätsel stellen sollte.
Ebenfalls kostenlos, wie schon in der Tate, wandelten wir dann durch die vier weißen niedrigen und dennoch großzügigenRäume, gut gefüllt durch abstrakte und figurative Photographie des Deutschen, sowie drei von Tillmanns Truth-Studie-Tischen. Zum ersten Mal, nach der großen Ausstellung im Hamburger Bahnhof vor nicht allzulanger Zeit in Berlin hatte ich hier das Gefühl Tillmann erstmals zu verstehen. Die wenigen ausgewählten Exponate deckten alle wichtigen Phasen des weltweit angesehenen Künstlers ab und schufen so einen greifbaren Überblick, der durch seine kuratierten Kontraste schnell zu ersten Erkenntnissen führte, die durch die publizierte Conversation Series und das Interview zwischen Obrist und Tillmanns nachträgich bestätigt wurden. (Im übrigen eine saugeile Buchserie, Herr Obrist!) Durch die übersichtliche Zahl der Exponate und zwei aufmerksame Augenpaare war genug Zeit, jedes Einzelne genau zu betrachten, zu analysieren und zu durchdenken.
Freischwimmer Ostgut (unbedingt draufklicken)Und wieder stelle ich fest, dass ich eine absolute Vorliebe für Abstrakte Werke besitze. Die Reihe der Freischwimmer, (siehe oben und unbedingt draufklicken), die man auch in der Pannebar in Berlin bewundern kann, versetzt mich durch ihre sublime poetische Schönheit jedesmal in nichtendenedes bewunderndes Schweigen. Ich könnte sofort losheulen, wenn ich vor diesen Bildern stehe, ähnlich ergriffen gehts mir nur bei den meisten Werken von Cy Twomly.

Crew-Heimweh!

:D


The dog days are over!

Florence and the Machine "DOG DAYS ARE OVER" Music Video from LEGS MEDIA on Vimeo.


Wie krass es sein muss, den "vorläufig letzten Punktestand" durchzugeben.
Ich punkte weiter...

Für O.




Manifeste für Fantasie



London ohne Worte.


London Brick Lane



mehrmehrmehrmehrbilder auf dt64.tumblr.com

Kamikatze hat 7 Leben.

Nach einem ersten chilligen Abend hier in Hackney, East London gings heute per Fahrrad zusammen mit zwei Kurier- und Fixi-erfahrenen Boys durch halb London, und ich übertreibe diesmal nicht, wenn ich sage HALB-London. Schön in der Mitte der beiden Jungs boxiert, gings direkt durch den mir definitiv angsteinflössenden linkischen Stadtverkehr Londons. (und ich schwöre, morgen fahre ich das erste Mal in meinem Leben mit Helm!) Adrenalinkick hin oder her, anscheinend bin ich da einfach nicht der Typ dafür, sondern mein gutes altes grünes Klappfahrad und 'nen gechillten Ride durch Berlin gewöhnt. Naja, jedenfalls hab ich das Gefühl heute Fahrradfahren nochmal von der Pike auf neu gelernt zu haben und dafür gabs dann auch ab und zu Props von den Boys (wenn das nicht nur Motivationspusher für den noch vor uns liegenden Heimweg waren...) Nochimmer denke ich daran, wie es meiner Oma jetzt gehen würde, wenn sie von meinen Kamikazeaktionen im Londoner Linksverkehr wüsste. Ich kann mich deshalb eigentlich auch gar nicht recht erinnern, was ich alles gesehen habe, so schnell flog das heute auf meinem altrosa Ladiesbike an mir vorbei. Ab zur Brick-Styler-Hipster-Lane, vorbei an St. Pauls Cathedral, Picadilly Circus, über die Tower Bridge, dann lost irgendwo in Soho (dass die Reihenfolge nicht stimmt, hat bestimmt schon jeder Londonbesucher geschnallt). Die Eindrücke insgesamt sind atemberaubend und überwältigend für mich. Ich meine, ey, das ist hier meine erste echte Großstadt, meine erste richtige Metropole, die ich nach Jahren des Hustlens und Strugglens endlich erkunden darf. Amsterdam, Berlin, Prag, Rom, Barcelona und der Rest - Altaaa!, das is der schlechteste Chuck-Norris-Witz gegen DAS hier. Metropole ist das hier - so richtig mit Menschenmassen an Kreuzungen und Ampeln, verrückten Taxifahrern, extrem lauter Geräuschkulisse, Shopping- und Fashioncircus á la Soleil, Culture- und Achitekturclash an jeder Drecksecke, Multikultisowieso und überhaupt. Man, ich bin so geflashed, wie selten in meinem Leben. Und ernsthaft, ich habe heute Gott dafür gedankt, dass ich das alles erleben darf. Berlin, du bist ab jetzt mein heimatliches Dorf und London, die Stadt in die ich irgendwann ziehen möchte, wenn ich groß bin.
Today, I fall in love with London.

...Fuckman, ich hab das echt überlebt heute...
Grüße nach Hause ins Hipster-Rentner-Paradies Berlin.

Objekt der Begierde

Chill in East London with Fantastic Mr. Fox & Radio Soulwax

Ah ja, Weltreise. Cool. - War ja klar.

Die ganze Zeit vegetiert man hier in Berlin liebestechnisch vor sich hin. Auf der nichtsuchenden Suche nach einer nächsten funktionierenden Beziehung, pendelt man von ungewollt von Fick zu Fick in der Hoffnung, dass es mit irgendjemandem vielleicht mal wieder ernster wird, als nur die gratis Löffelchen-Heizung, die man seit Jahren so vermisst hat und die dann doch viel zu wenig Wärme abstrahlt.
Doch dann triffst du ihn, den Typ deiner Träume. Er sieht in deiner verzerrten Wahrnehmung nicht nur phänomenal gut aus, nein, er ist auch noch megaintelligent, hat sein Studium beendet und hängt nicht mehr in nervigen Selbstfindungsprozessen eines Twentysomething fest. Ihr mögt ganz zufällig den selben Mainstream, die gleichen Clubs, habt ähnliche Ansichten vom langweiligen und problemlosen Leben in dieser westlichen Welt. Ihr seid euch einig, dass man zuviel Fleisch isst und teilt euch den nächsten Bürger vom Bürgeramt. Die einzigen Dinge, die euch unterscheiden, machen euch nur noch mehr an, das anziehende Gegenüber noch interessanter. Nichts zwischen euch ist komisch, man fühlt sich vertraut, kann sich fallen lassen, ohne an den betonharten Boden der letzten Enttäuschung zu denken. Eines Netztes und eines doppelten Bodens bedarf es seltsamerweise auch nicht, obwohl die mittlerweile eigentlich zum Savetymuss eines Mittezwanzigers gehörten, wie Kondome mit Bananengeschmack. Man ist seltsam entspannt, ohne auch nur einmal den anderen nach behinderten Gewohnheiten abzuscannen. Alles zwischen euch ist perfekt und könnte insgesamt nicht besser sein.
BIS AUF:

Er wird dich in 3 Wochen verlassen und geht für ein Jahr auf Weltreise. War ja klar.

Es musste ja so kommen. Es ist immer so.
Warum ist das immer so?

Die Erklärung ist gar nicht so schwer, wenn man mal ehrlich zu sich selbst ist. Die Person, die uns jetzt gerade als der perfekte Partner erscheint, wird uns in absehbarer Zeit verlassen, das heißt, sie stellt keine akute Gefahr für unser gewachsenes, heiliges, unabhängiges, freiheitsliebendes Single-Selbstbewusstsein dar. Die Distanz, die immer dann von uns selbst produziert wird, wenn uns jemand zu nahe kommt, wird durch äußere Umstände geschaffen. Sie ist unweigerlich schiksalshaft vorgegeben, wenn auch in einem allzu derben Maß, denn ein Jahr ist verdammt lang und alle Beteiligten, wissen, dass das niemals gutgehen kann. Wir werden deshalb dann meist höchst dramatisch, obwohl wir unterbewusst ein bisschen froh sind, dass die Gefahr einer erneuten Enttäuschung auf schicksalshafte Weise gebannt ist. Natürlich will man es ausprobieren, natürlich könnte das die ersehnte Chance sein. Aber was solls. So ist das Leben und das heißt, man hat jetzt gar keine andere Möglichkeit, als sich jetzt mal so richtig derbe der Sache hinzugeben, weil man sowieso nichts von seinem Selbstbewusstsein verlieren kann und dabei für einen kurzen Moment doch alles gewinnen kann.

Mal schnell abgetippt mit herzlichsten Grüßen nach Vancouver.

"Thomas Schütte - Modelle und Ansichten" aus der Bundeskunsthalle Bonn

Das einzige, woran ich lange Zeit gedacht habe, wenn ich Thomas Schütte gehört habe, waren diese überdimensionalen Plastiken, die auf dieser Abbildung im K20K21 in Düsseldorf installiert sind. Schütte - das war für mich ganz platt der Typ, mit diesen übergroßen Michelinmännchenfiguren. Dass das so nicht stimmt, habe ich schon vor ein paar Monaten im Guggenheim Berlin erkennen müssen, als ich vor einer beeindruckenden Serie von übergroßen architektonischen Zeichnungen stand, die malerisch von Schüttes hand koloriert wurden. Nun konnte sich mein Bild von Schütte noch weiter verfeinern. Obwohl ich anfangs kein Fan von ihm war, muss ich zugestehen nach der Ausstellung in der durchaus imposanten Bonner Bundeskunsthalle wirklich ein bisschen beeindruckt zu sein. Nicht nur das Schütte wahnsinnig vielfältig ist, nein er ist auch noch echt witzig. Nachdem sich nämlich Vögel auf seinem öffentlich installierten Hotel-Modell massiv wohl fühlten, baute er einfach kurzer Hand Vögelhauser "for the birds", die in ihrer Konstruktion an italienische Palazzi erinnern.
Insgesamt bleibt Schütte mit seinen Entwürfen immer nah am Menschen. Obwohl die Konstruktionen immer Modelle bleiben, die zum Leben ungenügend sind, werden sie dennoch so gestaltet, dass man sich als Rezipient in ihnen wohlfühlt, sich in ihnen aufhalten und sie letztlich besitzen mochte. Ihre Wärme und Transparenz überzeugen in einem für den Menschen geschaffenen Maß. Man darf hineingehen. Sich setzen und den Anti-"Wohnraum" auf sich wirken lassen. Man darf für kurze Zeit in ihnen Leben, es genießen und verlässt sie doch wieder. Denn sie bleiben Modelle. Artefakte ohne Pragmatik. Funktionslose Kunst. Schütte schafft mit seinen One-Man-Houses lebensgroße Paradoxien - Analogien zum Leben.
Die unzähligen Zeichnungen, die man rund um die große Halle in aller Ruhe absehen kann, sind auf dem ersten Blick als Widerspruch zu verstehen, thematisieren die klassische Vanitas in Form von Blumenstillleben. Blüten und Blumen in Verfallsvarianten. Selbstporträts. Die Darstellung seines eigenen Grabsteins. Vergoldete Hunde. Ein Riese im Schlamm. Und doch treffen sich oberflächlich gegensätzliche Zeichnungen und konstruktive architektonische Modelle immer wieder in ihre Nähe zum Menschen, den Schütte durch seine Arbeiten in seinem Unfeld zu beschreiben versucht und noch vieles mehr.




Eigene Photos tätigen war leider, wie so oft in Sonderausstellungen, nicht erlaubt, sodass ich Bilder der Exponate aus dem Netz zusammengeklaut habe, um ein paar Eindrücke zu erhalten.

Wenn alle Stricke reißen, werde ich Guerrillagärtnerin!

Lasst uns mal in Berlin losziehen!

26=26

The Who - Can't explain - I Think it's love!



Got a feeling inside (Can't explain)
It's a certain kind (Can't explain)
I feel hot and cold (Can't explain)
Yeah, down in my soul, yeah (Can't explain)

I said ... (Can't explain)
I'm feeling good now, yeah, but (Can't explain)

Dizzy in the head and I'm feeling blue
The things you've said, well, maybe they're true
I'm gettin' funny dreams again and again
I know what it means, but …

Can't explain
I think it's love
Try to say it to you
When I feel blue

But I can't explain (Can't explain)
Yeah, hear what I'm saying, girl (Can't explain)

Dizzy in the head and I'm feeling bad
The things you've said have got me real mad
I'm gettin' funny dreams again and again
I know what it means but

Can't explain
I think it's love
Try to say it to you
When I feel blue

But I can't explain (Can't explain)
Forgive me one more time, now (Can't explain)

(INSTRUMENTAL INTERLUDE)

I said I can't explain, yeah
You drive me out of my mind
Yeah, I'm the worrying kind, babe
I said I can't explain

Für S&M ;)

Unfassbar. Christoph Schlingensief ist tot.



Ich werde mir wohl noch tagelang alle verfügbaren You-Tube-Videos reinziehen. Hier ein paar ausgewählte und die ausführliche Doku vom Juli letzten Jahres.

Obwohl es abzusehen war, kann ich es einfach nicht fassen.
Schlingensief war wohl eine der wenigen Lichtgestalten in dieser verschissenen Gesellschaft, ein Vorbild für unsere Generation, welche jetzt ohne ihn klarkommen muss.
Ein unglaublicher Verlust, der mich wirklich tief trifft.
Mein aufrichtiges Beileid geht an seine engsten Freunde und Familie.
"Krebs ist ein Arsch".

Erste Seite

Genau jetzt in diesem Moment hebst du ab.
Hebst ab in dein neues Leben.

Alles willst du hinter Dir lassen,
hast du mir gesagt.
Uns und unsere Geschichte willst du hinter Dir lassen,
hast du mir gesagt.

Ich schlage ein neues Buch auf und fülle die ersten Seiten mit meinen Gedanken.
Es gibt in dieser Geschichte keine Namen.
Es gibt in dieser Geschichte keine Vergangenheit.
Es gibt in dieser Geschichte keine Morgen.
Nur das Hier und Jetzt, in der ich diese Geschichte für mich selbst schreibe.

Alles, was ich Dir auf deiner Reise wünsche, findet sich in der Widmung auf der erster Seite.
Du wirst sie niemals lesen.

Muschi Kreuzberg.

Zeit wirds auf die Muschis zu verweisen, man kommt ja mittlerweile gar nicht mehr drumherum im Stadtbild. Jedenfalls Genialer Onlineshop mit Original Kreuzberg Topmodels und noch dickeren Produkten. Verdammt, warum wohne ich nach vier Jahren Berlin eigentlich immernoch in Fhain? Naja, dann halt nur Urlaub am Kotti d'Azur. :D
Beutel kostet 15 Euro

Herz und Hirn.

Ich schlafe und liege doch wach, weil ich weiß, dass du noch nach Hause kommst.

Du legst dich neben mich und deine Haare riechen nach Club.
Du umarmst mich, küsst meinen Nacken, während ich so tue, als ob ich schlafe.
Du riechst nach Zigaretten und Alkohol und wir küssen uns trotzdem.
Du fängst an dich in deinem Delirium zu offenbaren:

Maria, Ich will nicht mehr suchen.
Maria, Ich kann mich nicht entscheiden.
Maria, Ich
muss mich entscheiden:

zwischen Herz und Verstand.

Ich - bin die perfekte Frau für dich und doch:

Ich - werde aber niemals mit Dir zufrieden sein.
Ich - werde dir niemals vertrauen können.
Ich - bin wie Du und werde immer auf der Suche sein.

Wir sind zu gleich und doch zu verschieden.
Wir können niemals zusammen sein.

Ich versuche dir zu sagen, dass wir immer auf der Suche sind.
Ich versuche dir zu sagen, dass wir uns nicht entscheiden müssen.
Ich versuche dir zu sagen, dass ich nur mit dir ruhen kann.
Ich versuche dir zu sagen, dass alles irgendwann einfacher werden wird...



Ach Fuck,
nur einmal in drei Tagen habe ich letztlich die drei beschissenen, ausgelutschten Wörter zu Dir gesagt und dennoch hunderte Male im Kopf gehabt.
Mein Kopf entscheidet sich jetzt immer wieder dagegen, sie vor Dir auszusprechen.
Lediglich unsere Körper scheinen sich niemals dagegen zu entscheiden, die Dinge ständig beim Namen zu nennen. Verdammt.

Mit dir - oder - wie geschminkte Hundescheiße

Bruce Nauman

Es ist in einem Moment zu lachen, so intensiv, wie ich noch nie gelacht habe
und
im nächsten Moment zu weinen, so ehrlich, wie ich noch nie geweint habe.

Ich tue das alles vor Dir, in deiner Anwesenheit,
denn ich habe Dir gegenüber schon lange kein Schutzschild mehr,
vielleicht, weil es nichts mehr zu verlieren gibt,
vielleicht, weil es nicht mehr ums Gewinnen geht.

Ich kann in deiner Gegenwart nicht anders, als immer nur Ich selbst zu sein.
Vor dir bin ich ehrlich, einfach, verletzlich und vorallem anstrengend.
Ich bin dir ausgeliefert und liefere mich aus,
jedem Moment und den wenigen flüchtigen Sekunden, in denen ich Dich und uns fühlen kann und dennoch weiß, dass das alles vergänglich ist.
Dass wir uns wieder für lange Zeit trennen und dennoch auf seltsame Weise verbunden sind,
andere Menschen treffen, küssen und lieben und sich dennoch nichts für uns ändert.
Es lässt sich nicht in Worte fassen.
Es ist so absurd.
Es ist so schön.
Wir können nie zusammen sein.
Wir werden für immer zusammen sein.

Während ich dies schreibe, sitzt Du mir gegenüber. Du lachst mich an, während ich in diese dreckigen Tasten drücke. Deine großen braunen Augen grinsen über meine I-Tunes-Liste, die ich Dir gerade kopiert habe. "Spann mal an!" sagts Du und greifst meine Wade. Ich grinse Dich nur an und Du telefonierst weiter in dieser Sprache, die ich nicht verstehe.
Nur noch wenige Stunden, die ich in Extremen und Banalitäten mit Dir erlebe.
Vielleicht unsere Letzten.
Bestimmt nicht unsere Letzten.

Luftiger Herbst

Useabrand gibt dem jungen Designnachwuchs eine Plattform zur Kommunikation, Repräsentation und zum Wettbewerb! Eine uns bekannte Designstudentin versucht sich aktuell mit einem Entwurf eines Herbstkleides und soll natürlich gerne unsere Unterstützung bekommen! Luftiger Herbst ist angesagt. Also, Anmelden und Voten, mit allen vorhandenen eMail Adressen und Nicknames. Im Moment ist sie auf Platz eins, da soll sie auch bleiben ;)
Der Sieger erhält neben dem Original Sample, fünf Euro pro verkauftem Stück. Eine schöne Idee finde ich. Fein Klicken!

Vergesslichkeit

Oh Shit, ich habe mal wieder einen wirklich wichtigen Geburtstag vergessen und das passiert mir ständig, weil ich sie weder in mein halbjährlich verlorengehendes Handy einspeichere, noch in der eigentlich megapraktischen Facebookerinnerung wahrnehme. Ich möchte mich jetzt am liebsten selbst misshandeln, weil mir genau diese Menschen, deren Geburtstag ich meistens vergesse, soviel bedeuten. Liebe Michi, alles alles Liebe und von Herzen alles Gute zu deinem 27. Geburtstag! Ich hasse mich dafür, dass ich verpeilt habe, dich anzurufen!

Paradoxon Kalkbrenner

Verdammt nochmal, es muss raus. Ich weiß noch nicht genau was, aber es muss jetzt um diese Uhrzeit noch raus. Wahrscheinlich wiederhole ich mich auch, aber egal. Es wächst in meinen Gedanken seit Tagen heran, dieses Konstrukt, dass das alles hier nicht echt ist. Ob nun Matrix oder Inception, Parallelwelt oder Traumebenen, welches Konzept auch immer. Es trifft meinen Nerv genau jetzt. Denn alles hier fühlt sich gerade jetzt so verdammt irreal an. Ich leide jetzt nicht an Realitätsverlust, wie manch andere, die einfach mal in fremden Wohnungen Duschen gehen, oder so. Aber verdammt nochmal alle meine Probleme, die noch vor wenigen Wochen echte Probleme waren, haben sich von heute auf Morgen in Luft und Liebe aufgelöst.
Mein Leben besteht gefühlt aus dem oft diskutierten bedingungslosem Grundeinkommen, mit dem ich meinen Ideen dayperday ungehindert nachgehen kann. Ich gehe wieder auf Parties, treffe Freunde, lese Bücher, trinke Alkohol, gehe auf Ausstellungen, habe verhältnismäßig gten Sex und schreibe wieder Blogposts mit tendenziell mehr als 50 Wörtern. Ich fühle mich frei von allen Zwängen, die mein Herz und Hirn noch vor kurzem massiv blockierten. Zeitmanagement Fehlanzeige. Management im Allgemeinen -> Fehlanzeige. Ich lasse mich treiben. Zu Menschen, Melodien, Bildern, Emotionen. Verdammt nochmal jeden einzigen Tag, ich kann ihn genießen.
Berlin spinnt doch irgendwie. Ich kam hier an, vor fast vier Jahren, megageflashed von der hier erfahrenen Freiheit einer getriebenen Ebbe, gab ich mich all den Verlockungen hin, immer wieder bereit für den nächsten Flash, der hier jederzeit um die Ecke kommen kann. Nach jetzt fast vier Jahren ist, wie wir es nennen "unsere Blase" zur Normalität geworden. Ich bin hier im Schlaraffenland der Hedonisten zuhause. Das permanente Urlaubs- und Freiheitsgefühl ist in jede Pore unserer Tanzkörper übergegangen. Es ist normal, hier so zu leben. Es ist normal, den Flash um die Ecke schon zu ahnen, normal die Wochentage zu vergessen. Normal, den Sommer für das ganze Jahr zu halten.
Sicherlich kommt schon bald die Zeit, in der ich mich wieder orientieren, ordnen, strukturieren muss. Weil ich es mir schuldig bin und der erlittenen "guten Ossierziehung". Und irgendwie ja auch diesem Staat. Doch im Moment lasse ich mich noch ein wenig treiben im Meer, der sich über Blogs produzierenden Individualisten und genieße das schlechte Gewissen, das mich sofort packt, wenn ich aus Berlin rausfahre, denn ich weiß, ich werde noch viele Sommer in diesem Disneyland als Arielle, die Meerjungfrau durch eine mit Glitzerperlen angefüllte Spree schwimmen auf der Suche nach meinem Prinz P. Vielleicht ja auch mit nem geregelten Halbtagsjobs und jeder Menge Non-Profitprojekten im Petto. Ginger Spice, Altaaa!

Momentaufnahmen


Berlin.Boxi.R1.Banane.SchwarzeGazelle.Goldkrone.Fleisch.Beamer.Ginger.Filmriss.Falten.Ohrringe.MagnumMandel.Locken.Hausschuhe.Kamillentee.JulianSchnabel.Weltreisen.Pommes.Kalkbrenner.WarrenG.Nutella.Fail.Wedding.Toyota.Korkkunst.SMS.Flur.Berlin.
S&N&M&M&M&N.

Ab heute ist Herbst. Ich fühle es.

Bruce Nauman im Hamburger Bahnhof.

Gestern habe ich mir die Nauman-Ausstellung im HB angesehen und ich kann wirklich niemandem davon abraten. Nachdem nämlich Walton Ford der absolute Reinfall war, kommt jetzt die Riesenentschädigung mit Nauman um die Ecke. Sicher ist die Ausstellung nicht so flashy, wie Eliassons Licht und Nebelspiele im Gropius-Bau, dennoch flashy auf andere, intellektuelle Art. Nauman geht in jeder Hinsicht deeper. Er kriecht irgendwie subtil in dich rein. Das Erlebnis seiner Räume, Cages und Korridorre ist für mich schon immer sehr speziell gewesen, wenn auch letztlich nicht so konsequent, wie bei Gregor Schneider, der dich komplett in sein Labyrinth einschließt und dich deiner Ängste aussetzt ohne einen Notausgang. Nauman deutet das nur an, lässt dich immer noch entkommen, lässt dir die Luft zum atmen, lässt dich im Museum, im Bewusstsein seiner Fiktion. Naja, jedenfalls machen großartige Exponate, ja solche die einem Google immer in der Toplist anzeigt, in der großen Halle und auch in den neu kuratierten Riekhallen diese Ausstellung extrem sehenswert für Menschen mit Tiefgang, die nicht nur Effekt-Orgasmen in der Berliner Museumslandschaft hinterherrennen.

Ebenfalls sehr empfehlenswert der Katalog in Form eines Lesebuchs von Eugen Blume für 20 Euro. Holt euch das!

Ende gut. Alles gut?

@Leipzig Könneritzstraße

Auh man, ihr Granaten, die Kunst kommt im Ebbenuniversum gerade viel zu kurz, aber ey, mein Studium ist geschafft, seit Donnerstag halte ich endlich ein Blatt Papier in den Händen, auf dem eine mir völlig surreale erscheinende Abschlussnote drauf steht und verdammt nochmal: ich habe JETZT Lust das zu feiern! Seit geschätzten sechs Wochen geht das nun schon so, dass ich mich meines sorglosen Lebens erfreue und mich nicht im Ansatz davon gelangweilt fühle. Eher das Gegenteil ist der Fall. Ich weiß nicht, welches Projekt ich zuerst mit vollem Akku angehen soll, auf welchen Hochzeiten ich dem Brautpaar den ersten Tanz stehlen und mit wem ich am Ende der Party nach Hause gehen soll. Mit dem Bräutigam oder doch lieber gediegen mit dem sexy Trauzeugen. Naja heiraten, war ja nie mein Ding. Keine Ahnung, wo dieser Vergleich jetzt herkam. Alles erscheint mir momentan möglich. Ich bin dermaßen glücklich, dass es mir manchmal Angst macht mein persönliches Happy End so intensiv auszuleben, ja sollte ich vielleicht ein schlechtes Gewissen deshalb haben? Nö. Ich weigere mich einfach und tanze weiter, denn da sind auch noch diese Menschen, mit denen sich hier alles so herrlich angenehm intensiviert hat, sodass man sich noch ein bisschen mehr in Berlin zuhause fühlt. Ein megariesendickesfettes Dankeschön geht an dieser Stelle nochmal an alle meine Liebsten, die mir aus dem Hirnschlamassel im Februar herausgeholfen haben, sodass ich jetzt wieder voll und ganz Ebbe bin. Rehabilitiert, nobilitiert, und doch nicht restlos zivilisiert, denn eure Namen wurde ich mir jederzeit bei vollem Bewusstsein auf die Stirn tatowieren lassen, ohne auch nur mit einer Wimper zu zucken. Also, auf weitere Ebben-Hirngespinnste, die es auszuleben gilt! Oh möge diese Euphoriephase noch bis Dienstag anhalten. Ihr seid mein Senf in der Suppe. :D

Ehrlich.

Ehrlichkeit fällt einem immer dann leicht, wenn es um nichts geht.
Ehrlichkeit fällt einem immer dann schwer, wenn es um alles geht.

Ich freu mich auf auf dich. :)

Jede Woche eine neue Welt.

Ihr wisst, es gibt so Momente, die sind einfach schwer zu beschreiben und dennoch will ich wenigstens versuchen das festzuhalten, was gestern am Freitag dem 13. passiert ist. Es ist schon auch ein bisschen beängstigend: Wie können Menschen, die man wirklich nur extrem kurz kennt, einem dermaßen vertraut sein? Wie kann man sich nur so sicher sein, dass alle in diesem einem Moment dasselbe, und echt nicht nur das Gleiche denken?
Wir alle haben uns in Gegenwart der Anderen gestern so wohl gefühlt, als wäre nie etwas anders gewesen. Als würden wir uns schon ewig kennen, liege ich Schulter an Schulter mit ihr, die Köpfe der Jungs auf unseren Beinen. Gemeinsam und leicht benebelt starren wir in den Tschibo-Sternenhimmel, warten auf die immer gleichen Sternschnuppen und lauschen einer phänomenalen Playlist, genau so lange bis alle eingeschlafen sind... Wie kitschig, das jetzt alles klingt und doch -
verdammt nochmal, war dieser Moment perfekt. Ich möchte ihn immer wieder und aufs Neue generieren, doch ich fürchte, es wird nicht funktionieren, auch weil dieses Tchibo-Dings so verdammt teuer auf Ebay ist.
Aber ich bin echt mega dankbar, dass es so magische Momente überhaupt noch gibt und man sie mit ganz besonderen Menschen teilen kann. Ich zitiere deshalb gerne und möchte eigentlich vielmehr nochmehr übertreiben: "Bester Abend ever".

Und Danke nochmal Tchibo für den Shit.
Und Bitte Nico hier dein Xtra-Link. ;D